Comic zu BR-Mob­bing

Die 10 Schrit­te zur Besei­ti­gung des Betriebs­rats

O. T.

Comic gegen BR-Mobbing (Foto: Avanti²)

Comic gegen BR-Mob­bing 2 (Foto: Avan­ti²)

Am 19.10.2019 fand im Mann­hei­mer Gewerk­schafts­haus die 6. bun­des­wei­te Kon­fe­renz „Betriebs­rä­te im Visier“ statt. Recht­zei­tig zur Kon­fe­renz ist eine über­ar­bei­te­te und ver­bes­ser­te Auf­la­ge der Bro­schü­re Betriebs­rats­mob­bing – Die 10 Schrit­te zur Besei­ti­gung des Betriebs­rats erschie­nen. In Form einer Bild­ge­schich­te fasst sie die lang­jäh­ri­gen Erfah­run­gen mit BR-Mob­bing zusam­men. Her­aus­ge­ge­ben hat sie das Komi­tee „Soli­da­ri­tät gegen BR-Mob­bing!“ mit freund­li­cher Unter­stüt­zung durch die IG Metall Mann­heim.

Einer­seits spie­geln die in der Bro­schü­re benann­ten 10 Schrit­te zur Besei­ti­gung des Betriebs­rats die bit­te­ren per­sön­li­chen Erfah­run­gen eines seit Jah­ren gemobb­ten Betriebs­rats wider. Ande­rer­seits sind die­se kon­kre­ten Erleb­nis­se typisch für die kri­mi­nel­len Metho­den von Geschäfts- und Per­so­nal­lei­tun­gen. Sie rich­ten sich gegen akti­ve Mit­glie­der von Inter­es­sen­ver­tre­tun­gen – Betriebs­rä­te, Per­so­nal­rä­te oder Mit­ar­bei­ter­ver­tre­tun­gen.

Oft spie­len in die­sem Zusam­men­hang auch unter­neh­mens­na­he Mit­glie­der von „Inter­es­sen­ver­tre­tun­gen“ als Hel­fers­hel­fer der BR-Mob­ber eine üble Rol­le. Sie tra­gen ent­schei­dend dazu bei, die Exis­tenz enga­gier­ter Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen zu zer­stö­ren.

Der beson­de­re Wert des 28 Sei­ten umfas­sen­den Comic­ban­des liegt dar­in, dass er das Bos­sing und Mob­bing von Geschäfts- und Per­so­nal­lei­tun­gen aus­ge­zeich­net sys­te­ma­ti­siert. So kön­nen grund­le­gen­de Erkennt­nis­se für den Wider­stand gegen BR-Mob­bing auch in ande­ren Unter­neh­men ver­mit­telt wer­den.

Kunst als Mit­tel zur Gegen­wehr

Comic gegen BR-Mobbing (Foto: Avanti²)

Comic gegen BR-Mob­bing (Foto: Avan­ti²)

Beim Betrach­ten des Comics sticht sofort das hohe künst­le­ri­sche Niveau der Dar­stel­lun­gen ins Auge. Per­so­nen und Situa­tio­nen wer­den ein­drück­lich skiz­ziert. Die mehr­far­bi­gen Zeich­nun­ge sind weit­ge­hend  selbst­er­klä­rend. Der Inhalt der Bro­schü­re wird dadurch sehr leicht nach­voll­zieh­bar.   

Auch die Auf­tei­lung in 10 Schrit­te unter­stützt die gro­ße Ver­ständ­lich­keit.

Das Ent­ste­hen die­ses klei­nen Kunst­werks ist ganz beson­de­ren Umstän­den geschul­det. Zum einen war es dem Autor und Zeich­ner sehr wich­tig, sei­ne eige­nen Erfah­run­gen mit BR-Mob­bing für sich selbst auf­zu­ar­bei­ten. Zum ande­ren war es ihm ein gro­ßes Anlie­gen, sei­ne Erfah­run­gen auch mög­lichst vie­len ande­ren Betriebs­rats­mit­glie­dern zugäng­lich zu machen.

Der Comic­band ist also für all die­je­ni­gen gedacht, die sich über Kapi­tal­stra­te­gien zur Be- oder Ver­hin­de­rung von Betriebs­rä­ten infor­mie­ren wol­len. Er ist ein her­vor­ra­gen­des Mit­tel im Kampf gegen BR-Mob­bing. Er kann sowohl den­je­ni­gen hel­fen, die heu­te schon selbst betrof­fen sind. Aber auch den­je­ni­gen, die auf­grund ihres Ein­sat­zes für die Beschäf­tig­ten damit rech­nen müs­sen, zukünf­tig ins Visier der Mob­ber zu gera­ten.


Bezug über IGM Mann­heim: www.mannheim.igm.de


Aus Avan­ti² Rhein-Neckar Janu­ar 2020
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