DAX-Kon­zer­ne im Gewinn­rausch

Ein „Sys­tem des Schwin­dels und des Betrugs“

M. G.

Am Rande des Festumzugs MA-RX 200. (Foto: helmut.roos@web.de)

Am Ran­de des Fest­um­zugs MA-RX 200. (Foto: helmut.roos@web.de)

Laut Wirt­schafts­Wo­che Nr. 21 vom 18. Mai 2018  wer­den vor­aus­sicht­lich die DAX-Kon- zer­ne in die­sem Jahr 36 Mil­li­ar­den Euro an die Aktio­nä­rIn­nen aus­schüt­ten. Die­se Rekord­di­vi­den­den beru­hen auf den im Jahr 2017 aus­ge­wie­se­nen Gewin­nen von 104 Mil­li­ar­den Euro.

Um die­se enor­men Sum­men ver­ständ­lich zu machen, hat die Zeit­schrift gerech­net. Bezo­gen auf alle Dax-Kon­zer­ne fal­len 3314 € Gewinn pro Sekun­de an (ohne die Ver­lus­te der Deut­schen Bank und von Thys­sen­krupp).

Die­ser Gewinn pro Sekun­de ent­spricht in etwa dem durch­schnitt­li­chen Monats­brut­to­lohn von 3771 € in Deutsch­land.

Lei­der – oder bezeich­nen­der­wei­se – hat die Wirt­schafts­Wo­che nicht das Arbeits­ein­kom­men pro Sekun­de aus­ge­rech­net. Wir holen das nach. Es beträgt im Schnitt etwa 0,007 € bei Voll­zeit­be­schäf­ti­gung und einer durch­schnitt­li­chen tarif­li­chen Wochen­ar­beits­zeit von 37,7 Stun­den (laut WSI vom 27.07.2017).

Mit ande­ren Wor­ten: Durch die aus­ge­wie­se­nen Gewin­ne der DAX-Kon­zer­ne kann 473.429 mal mehr Ein­kom­men in der Sekun­de als durch Lohn­ar­beit erzielt wer­den!

Karl Marx brach­te es auf den Punkt: Der Kapi­ta­lis­mus „repro­du­ziert eine neue Finanza­ris­to­kra­tie, eine neue Sor­te von Para­si­ten […]; ein gan­zes Sys­tem des Schwin­dels und Betrugs“. (MEW 25, S. 454.)

Aus der Avan­ti² Rhein-Neckar Juni 2018
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