Inter­na­tio­na­ler Frau­en­tag 2019

Von Fei­er­tags­re­den zum Frau­en­streik?

M. G.

Protestaktion am Uniklinikum Heidelberg, 25. Januar 2018 (Foto: Avanti²)

Pro­test­ak­ti­on am Uni­kli­ni­kum Hei­del­berg, 25. Janu­ar 2018 (Foto: Avan­ti²)

In Arti­kel 3 des Grund­ge­set­zes heißt es: „Män­ner und Frau­en sind gleich­be­rech­tigt. Der Staat för­dert die tat­säch­li­che Durch­set­zung der Gleich­be­rech­ti­gung […] und wirkt auf die Besei­ti­gung bestehen­der Nach­tei­le hin.“

Die Rea­li­tät der meis­ten Frau­en ist eine ande­re: 21 % weni­ger Ent­gelt als Män­ner, unter­be­zahl­te Arbeit in unge­si­cher­ten (Teil­zeit-) Jobs und in „Frau­en­be­ru­fen“ wie im Pfle­ge­be­reich, Mehr­fach­be­las­tun­gen durch Beruf, Haus­halt, Kin­der­er­zie­hung und Pfle­ge von Ange­hö­ri­gen, Alters­ar­mut, sexu­el­le Gewalt. Und zu alle­dem grei­fen Rech­te aggres­siv die erkämpf­ten Erfol­ge von Frau­en an.
Eine „Nor­mal­ar­beits­zeit“ von 30 Stun­den in der Woche wür­de unge­schütz­te Jobs durch Fest­ver­trä­ge erset­zen und sich posi­tiv auf Lebens­qua­li­tät, Gesund­heit, Ent­gelt, beruf­li­che Qua­li­fi­zie­rung und Ren­te aus­wir­ken.
Mit Saal­ver­an­stal­tun­gen am 8. März wer­den die Zie­le der Frau­en nicht erreicht. War­um nicht auch auf der Stra­ße fei­ern? War­um nicht Frau­en­streiks orga­ni­sie­ren und unter­stüt­zen

Aus Avan­ti² Rhein-Neckar März 2019
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