Arbeits­platz­ver­nich­tung stop­pen!

Pres­se­mit­tei­lung des Über­be­trieb­li­chen Soli­da­ri­täts­ko­mi­tees Rhein-Neckar vom 19.6.2016

 

Inten­si­ver Infor­ma­ti­ons­aus­tausch des Über­be­trieb­li­chen Soli­da­ri­täts­ko­mi­tees Rhein-Neckar mit poli­ti­schen Man­dats­trä­ge­rIn­nen am 16. Juni 2016 in Mann­heim

Rund 60 Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer sind am 16. Juni 2016 der Ein­la­dung zum Infor­ma­ti­ons­aus­tausch des Über­be­trieb­li­chen Soli­da­ri­täts­ko­mi­tees Rhein-Neckar mit Polit­ke­rIn­nen aus der Regi­on in das Mann­hei­mer Gewerk­schafts­haus gefolgt. Betriebs­rä­te, Ver­trau­ens­leu­te und Gewerk­schafts­ver­tre­ter von IG Metall und ver.di stell­ten nach­drück­lich die dro­hen­de und ansatz­wei­se bereits voll­zo­ge­ne Ver­nich­tung tau­sen­der Arbeits- und Aus­bil­dungs­plät­ze dar.

Sie kri­ti­sier­ten scharf „unak­zep­ta­ble Unter­neh­mens­ent­schei­dun­gen”. Mas­si­ve Kla­gen über Ein­schüch­te­rungs­ver­su­che gegen betrieb­li­che Inter­es­sen­ver­tre­tun­gen wur­den eben­so laut wie Vor­wür­fe des „offe­nen Rechts­bruchs” durch Kon­zern­struk­tu­ren und -vor­ga­ben. Im Detail kam ins­be­son­de­re die Situa­ti­on bei Bom­bar­dier, Gene­ral Elec­tric, Sie­mens (Fran­ken­thal), Wab­co und XXXL-Mann Mobi­lia zur Spra­che.

Vor die­sem Hin­ter­grund wur­den kurz-, mit­tel- und lang­fris­ti­ge For­de­run­gen an die Poli­tik for­mu­liert. Durch ihre Umset­zung könn­te auf loka­ler, regio­na­ler, bun­des­wei­ter und inter­na­tio­na­ler Ebe­ne den pro­fit­ori­en­tier­ten Angrif­fen auf die Exis­ten­zen von Beschäf­tig­ten und auf die wirt­schaft­li­che Sub­stanz der Regi­on bes­ser Ein­halt gebo­ten wer­den kön­nen.

In die­sem Zusam­men­hang wur­de auch die Bekämp­fung pre­kä­rer Beschäf­ti­gung, die Ein­hal­tung des Grund­ge­setz-Arti­kels 14 („Eigen­tum  ver­pflich­tet”) und eines Ver­bots von Ent­las­sun­gen gefor­dert. Zudem dürf­ten nicht die Kon­se­quen­zen der oft steu­er­sub­ven­tio­nier­ten Kahl­schlag- und Ver­la­ge­rungs­stra­te­gi­en auf Beschäf­tig­te, deren Fami­li­en, die Steu­er­zah­le­rIn­nen und die gesetz­li­chen Sozi­al­ver­si­che­run­gen abge­wälzt wer­den.

In der anschlie­ßen­den Dis­kus­si­ons­run­de konn­ten die anwe­sen­den Poli­ti­ke­rIn­nen zu den Berich­ten und For­de­run­gen der betrieb­li­chen und gewerk­schaft­li­chen Akteu­rIn­nen Stel­lung bezie­hen. Dabei kam es zu einem leb­haf­ten Mei­nungs­aus­tausch mit Mit­glie­dern des Bun­des­tags, des baden-würt­tem­ber­gi­schen Land­tags und des Mann­hei­mer Stadt­rats.

Anwe­send waren Ver­tre­te­rIn­nen aus den Rei­hen der CDU, der Grü­nen, der Lin­ken und nicht zuletzt der SPD. Auch Reprä­sen­tan­ten des Kirch­li­chen Diens­tes in der Arbeits­welt und der Katho­li­schen Arbeit­neh­mer­be­we­gung ver­folg­ten die Debat­te, deren wesent­li­che Inhal­te in einer Doku­men­ta­ti­on zur Ver­fü­gung gestellt wer­den sol­len.

Zum Abschluß der Ver­an­stal­tung app­pel­lier­te das Über­be­trieb­li­che Soli­da­ri­täts­ko­mi­tee Rhein-Neckar an die Poli­tik, sich – soweit noch nicht gesche­hen – kon­kret und ver­bind­lich auf die Sei­te der Abwehr­kämp­fe der von Abbau, Ver­la­ge­rung und Werks­schlie­ßung bedroh­ten Belg­schaf­ten zu stel­len. Eine Fort­set­zung des Infor­ma­ti­ons­aus­tau­sches mit der Poli­tik ist für den 17. Novem­ber 2016 vor­ge­se­hen.

Über­be­trieb­li­ches Soli­da­ri­täts­ko­mi­tee Rhein-Neckar, 19.6.2016

aus der Rhein-Neckar Bei­la­ge zur Avan­ti 246, Juli/August 2016
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