Demo auch in Mannheim
O. R.
Am 29. Januar beteiligten sich fast 12.000 Personen am bundesweiten „Streiktag Bildung“ der GEW. Nach Mannheim kamen etwa 2.000 Beschäftigte im Bildungsbereich aus Rheinland-Pfalz, Saarland, Bayern und natürlich Baden-Württemberg.

GEW-Streiktag in Mannheim, 29. Januar 2026. (Foto: Privat.)
Worum ging es bei dem Streiktag? Am 3. Dezember 2025 begannen die Verhandlungen zum Tarifvertrag der Länder. Die Gewerkschaften fordern dabei 7 % mehr Lohn, mindestens aber 300 € monatlich. Außerdem weitere Verbesserungen durch eine bessere Eingruppierung der Tarifbeschäftigten in die Entgelttabelle.
Die vielen verbeamteten Lehrkräfte trifft das repressive deutsche „Streikrecht“ besonders hart: Sie dürfen überhaupt nicht streiken. So waren in Mannheim wie bundesweit insbesondere die tarifbeschäftigten Lehrkräfte, pädagogische Assistent:innen und Menschen in vergleichbaren Beschäftigungsverhältnissen sichtbar.
Sie trugen Anliegen auf die Straße, die hinter den Gehaltsforderungen in diversen Berichten nahezu verschwinden: „Pädagogische Assistent:innen sind keine Saisonkräfte“. Baden-Württemberg etwa stellt jedes Schuljahr aufs Neue pädagogische Kräfte wie Assistent:innen oder Lehrkräfte für Vorbereitungsklassen nicht-deutschsprachiger Schüler:innen mit befristeten Verträgen ein. Das allerdings maximal sieben Jahre in Folge, denn danach ist eine Übernahme in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis einklagbar.
Diese höchst prekäre Beschäftigungspraxis sollte viel mehr skandalisiert und nicht weiter in den Hintergrund gerückt werden!
