Ein­heits­front gegen Faschismus?

Der Kampf der Lin­ken Oppo­si­ti­on gegen die Kata­stro­phe von 1933*

  

W. A.

Das Dra­ma der deut­schen Arbei­ter­be­we­gung im 20. Jahr­hun­dert ist von zwei Eck­da­ten bestimmt – der Unter­drü­ckung der sozia­lis­ti­schen Wei­ter­ent­wick­lung der Novem­ber­re­vo­lu­ti­on 1918 und der Macht­über­ga­be an die Faschis­ten Ende Janu­ar 1933. Zwi­schen Ende 1918 und Anfang 1933 lagen nicht ein­mal 15 Jahre!

Broschüre der LO von 1932. (Foto Privatarchiv.)

Bro­schü­re der LO von 1932. (Foto Privatarchiv.)

Die blu­ti­ge Bekämp­fung des poli­ti­schen und sozia­len Auf­stands der radi­ka­len Tei­le der arbei­ten­den Klas­se 1918/1919 war das gemein­sa­me Werk von Mehr­heits-SPD um Ebert-Noske, Kapi­tal­ver­bän­den, Reichs- wehr und Frei­korps. Die­ses kon­ter­re­vo­lu­tio­nä­re Bünd­nis berei­te­te, wie Sebas­ti­an Haff­ner in Der Ver­rat zu Recht geschrie­ben hat, das faschis­ti­sche Deutsch­land vor.

Nach dem erfolg­rei­chen Gene­ral­streik gegen den rech­ten Kapp-Putsch 1920 war der ver­pass­te „Okto­ber­auf­stand“ 1923 eine zen­tra­le Zwi­schen­etap­pe auf dem Weg in den brau­nen Abgrund. Er been­de­te nicht nur die 1917 in Euro­pa begon­ne­ne Pha­se anti­ka­pi­ta­lis­ti­scher Erhe­bun­gen, son­dern öff­ne­te gleich­zei­tig der reak­tio­nä­ren Büro­kra­ti­sie­rung der Sowjet­uni­on das Tor.

Dort hat­te im Herbst 1923 der Kampf der Lin­ken Oppo­si­ti­on für einen „neu­en Kurs“ begon­nen – ins­be­son­de­re für die Demo­kra­ti­sie­rung der Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei und die plan­mä­ßi­ge Indus­tria­li­sie­rung der sowje­ti­schen Wirtschaft.

Obwohl ihre Reform­vor­schlä­ge von der Par­tei­ba­sis mehr­heit­lich unter­stützt wur­den, konn­te sie vom Par­tei­ap­pa­rat unter Sta­lin bereits im Janu­ar 1924 büro­kra­tisch aus­ge­schal­tet werden.

Nach sei­ner Aus­wei­sung aus der UdSSR im Febru­ar 1929 begann Trotz­ki damit, die zer­split­ter­ten Kräf­te der links­op­po­si­tio­nel­len Grup­pen inter­na­tio­nal zu bün­deln. Ziel die­ser Bestre­bun­gen war die Reform und die poli­ti­sche Wie­der­be­le­bung der Drit­ten Inter­na­tio­na­le als für die Über­win­dung des Kapi­ta­lis­mus wirk­sa­me Vereinigung.

Der sowje­ti­sche Geheim­dienst GPU hat­te seit Mit­te der 1920er Jah­re sei­ne Zer­set­zungs­ar­beit gegen­über links-oppo­si­tio­nel­len Kom­mu­nis­tin­nen und Kom­mu­nis­ten begon­nen. Die deut­sche Geheim­po­li­zei konn­te deren Akti­vi­tä­ten übri­gens detail­liert über­wa­chen. (Vgl. hier­zu Gün­ter Wer­ni­cke, Ope­ra­ti­ver Vor­gang [OV] „Abschaum“; in: Andre­as G. Graf [Hg.], Anar­chis­ten gegen Hit­ler, Ber­lin 2001, S. 284 f.)

Die ver­deck­te Spit­zel- und Spal­tungs­tä­tig­keit von GPU-Agen­ten ver­zö­ger­te zunächst die Samm­lung der Lin­ken Oppo­si­ti­on in Deutschland.

Start­pro­ble­me
Des­halb konn­te die Ver­ei­nig­te Lin­ke Oppo­si­ti­on der K.P.D. (Bol­sche­wi­ki-Leni­nis­ten) (VLO) erst am 30. März 1930 in Ber­lin unter gro­ßen Schwie­rig­kei­ten gegrün­det werden.

Bereits im Juni 1930 ver­schärf­te sich in der VLO eine Dis­kus­si­on über das aktu­el­le Aus­maß der Bedro­hung durch den Faschismus.

Ein von der GPU befeu­er­tes Knäu­el von Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten, Intri­gen und Pro­vo­ka­tio­nen bean­spruch­te meh­re­re Mona­te lang die Kräf­te der Organisation.

In der Fol­ge zer­fiel die VLO am 31. Mai 1931 – nur vier­zehn Mona­te nach ihrer Grün­dung – in zwei Flü­gel. Die GPU konn­te also einen wei­te­ren Erfolg verbuchen.

Mit der Tren­nung von der Min­der­heits­grup­pe um Land­au fand die Anfangs­pha­se der Lin­ken Oppo­si­ti­on der KPD ihren Abschluss.

Der Kommunist, Nr. 1 von Mitte April 1930. (Foto Privatarchiv.)

Der Kom­mu­nist, Nr. 1 von Mit­te April 1930. (Foto Privatarchiv.)

Erst danach konn­te sich die eigent­li­che Stär­ke der Lin­ken Oppo­si­ti­on der KPD (LO), die scharf­sin­ni­ge Ana­ly­se der End­pha­se der Wei­ma­rer Repu­blik, bes­ser entfalten.

Die mas­si­ven Aus­wir­kun­gen der Welt­wirt­schafts­kri­se 1929 hat­ten das Gefü­ge Deutsch­lands fun­da­men­tal erschüt­tert. Extre­me sozia­le Ver­wer­fun­gen erga­ben sich aus der ver­hee­ren­den Mas­sen­ar­beits­lo­sig­keit, poli­ti­sche durch die beschleu- nig­te Auf­lö­sung der par­la­men­ta­ri­schen Demo­kra­tie und die zuneh­men­den Erfol­ge der Nazi­be­we­gung ins­be­son­de­re seit den Reichs­tags­wah­len vom 14. Sep­tem­ber 1930.

Wer­fen wir an die­ser Stel­le einen Blick auf das kata­stro­pha­le Ver­sa­gen der Füh­run­gen der Arbeiterorganisationen.

Die SPD- und die ADGB-Füh­rung auf der einen Sei­te akzep­tier­ten fak­tisch die kapi­ta­lis­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen für ihr Agie­ren. Ihre Poli­tik des „klei­ne­ren Übels“ erlaub­te der deut­schen Bour­geoi­sie trotz deren offen­kun­di­ger Schwä­che, ihre reak­tio­nä­ren Zie­le und ins­be­son­de­re den Abbau demo­kra­ti­scher Rech­te weit­ge­hend kampf­los durchzusetzen.

Sowohl SPD- als auch ADGB-Füh­rung ver­hin­der­ten in der Regel die Mobi­li­sie­rung der Mas­sen und beschränk­ten ihre Poli­tik wei­test­ge­hend auf die par­la­men­ta­ri­schen Räu­me bzw. die Ver­hand­lungs­ebe­ne mit den Kapi­tal­ver­bän­den. Damit öff­ne­ten sie gleich­zei­tig der wei­ter anwach­sen­den faschis­ti­schen Mas­sen­be­we­gung die Tore.

Die Pole­mik der SPD gegen die KPD sprach Bän­de. So war etwa in der Abend­aus­ga­be des Vor­wärts am 30. Juli 1931 zu lesen: „Der schlimms­te Feind der Arbei­ter­schaft ist der Feind im Innern der Arbei­ter­be­we­gung, die Kom­mu­nis­ti­sche Par­tei. Sie hat sich noch immer in ent­schei­den­den Situa­tio­nen auf die Sei­te des Klas­sen­geg­ners geschla­gen und die Geschäf­te der Reak­ti­on besorgt!“ (Her­vor­he­bun­gen im Original.)

Exem­pla­risch für den zumin­dest von maß­geb­li­chen Tei­len des SPD-Par­tei­vor­stan­des gehul­dig­ten Anti­kom­mu­nis­mus waren auch die For­mu­lie­run­gen im Vor­wärts vom 13. Sep­tem­ber 1931: „Die KPD ist heu­te objek­tiv genau­so eine Schutz­trup­pe des Finanz­ka­pi­tals und des Scharf­ma­cher­tums, wie es die SA Adolf Hit­lers ist.“

Die sta­li­ni­sier­te KPD ihrer­seits bekämpf­te die SPD als Haupt­feind, spal­te­te die Gewerk­schaf­ten mit der RGO-Poli­tik und pro­pa­gier­te eine „rote Ein­heits­front von unten“.

Ein bezeich­nen­des Bei­spiel für die ver­hee­ren­de Sozi­al­fa­schis­mus-Ideo­lo­gie der KPD lie­fer­te der KPD-Pro­pa­gan­dist Wil­li Mün­zen­berg. Er dif­fa­mier­te im Febru­ar 1932 Trotz­kis War­nung, dass ent­we­der die KPD zusam­men mit der SPD eine Ein­heits­front gegen den Faschis­mus bil­de oder aber die Arbei­ter­be­we­gung für 10 bis 20 Jah­re ver­lo­ren sein werde.

Dies sei, so Mün­zen­berg die „Theo­rie eines völ­lig ver­lo­re­nen und kon­ter­re­vo­lu­tio­nä­ren Faschis­ten. Die­se Theo­rie ist die schlimms­te, gefähr­lichs­te und ver­bre­che­rischs­te Theo­rie, die Trotz­ki in den letz­ten Jah­ren sei­ner kon­ter­re­vo­lu­tio­nä­ren Pro­pa­gan­da, auf­ge­stellt hat.“ (Her­vor­he­bun­gen im Original.)

Denn Hit­ler, so Mün­zen­berg wei­ter, wer­de weder die Wirt­schafts­kri­se lösen noch die erfah­re­ne deut­sche Arbei­ter­klas­se län­ge­re Zeit unter­drü­cken kön­nen. Außer­dem bedeu­te eine Ein­heits­front mit der SPD „nicht mehr und nicht weni­ger als die Zumu­tung, dass die revo­lu­tio­nä­re Arbei­ter­klas­se und die Kom­mu­nis­ti­sche Par­tei mit einem Teil des Faschis­mus, der faschi­sier­ten Sozi­al­de­mo­kra­tie, die wie alle ande­ren bür­ger­li­chen Frak­tio­nen, ein Teil der Bour­geoi­sie ist, dazu der gefähr­lichs­te, weil ihre Orga­ni­sa­tio­nen weit in das Lager der Arbei­ter- klas­se rei­chen, zusammengeht.“

Permanente Revolution, Nr. 14 von Mitte Juli 1932. (Foto Privatarchiv.)

Per­ma­nen­te Revo­lu­ti­on, Nr. 14 von Mit­te Juli 1932. (Foto Privatarchiv.)

Hetz­ar­ti­kel wie die­se berei­te­ten übri­gens die nur weni­ge Jahr spä­ter begon­ne­ne sta­li­nis­ti­sche Ver­nich­tungs­kam­pa­gne gegen den soge­nann­ten Trotz­kis­mus vor.

Faschis­mus­ana­ly­se
Die auch heu­te noch beein­dru­cken­de Klar­heit der Kom­men­ta­re, Ein­schät­zun­gen und Akti­ons­vor­schlä­ge der LO erklärt sich vor allem aus der Faschis­mus­ana­ly­se Trotzkis. 
Uner­müd­lich argu­men­tier­te er in einer Viel­zahl von Arti­keln und Bro­schü­ren für die Schaf­fung einer kämp­fen­den Ein­heits­front der Arbei­ter­be­we­gung gegen die faschis­ti­sche Gefahr.

Das Anwach­sen der NSDAP war Trotz­ki zufol­ge durch zwei Fak­to­ren bedingt: einer­seits der schar­fen gesell­schaft­li­chen Kri­se und ande­rer­seits der „revo­lu­tio­nä­ren Schwä­che des deut­schen Proletariats“.

Wo sich die „fort­schritt­li­che Klas­se“, also das Pro­le­ta­ri­at, unfä­hig zei­ge, die Macht zu ergrei­fen und Wirt­schaft und Gesell­schaft auf sozia­lis­ti­scher Grund­la­ge neu zu gestal­ten, kön­ne der nie­der­ge­hen­de, ster­ben­de Kapi­ta­lis­mus nur mit­tels der bar­ba­ri­schen Metho­den des Faschis­mus auf­recht­erhal­ten werden.

Es sei ver­häng­nis­voll für die Arbei­ter­klas­se, den Unter­schied zwi­schen bür­ger­li­cher Demo­kra­tie und Faschis­mus zu leug­nen oder zu ver­wi­schen. Zwar bezeich­ne­te Trotz­ki bei­de als ledig­lich unter­schied­li­che Arten kapi­ta­lis­ti­scher Herr­schaft. Aber in der bür­ger­lich-par­la­men­ta­ri­schen Demo­kra­tie sei die Exis­tenz unab­hän­gi­ger pro­le­ta­ri­scher Orga­ni­sa­tio­nen wie poli­ti­scher Arbei­ter­par­tei­en und Gewerk­schaf­ten möglich.

Sie bil­de­ten aus Sicht der Lin­ken Oppo­si­ti­on Kei­me der pro­le­ta­ri­schen Demo­kra­tie im Rah­men der bür­ger­li­chen Demo­kra­tie. Sie waren also für die LO Stütz­punk­te, von denen aus die arbei­ten­de Klas­se den Kampf für ihre eige­nen Inter­es­sen und gegen die Herr­schaft des Kapi­tals füh­ren könnte.

Die Auf­ga­be eines faschis­ti­schen Sys­tems sah die LO nicht allein in der Zer­schla­gung und phy­si­schen Ver­nich­tung der „pro­le­ta­ri­schen Vor­hut“, son­dern auch dar­in, die gan­ze Arbei­ter­klas­se in einem Zustand erzwun­ge­ner Zer­split­te­rung zu hal­ten. Der Faschis­mus bedeu­te die Ver­nich­tung aller pro­le­ta­ri­schen Orga­ni­sa­tio­nen und Stützpunkte.

Der Natio­nal­so­zia­lis­mus wer­de sich zudem nicht auf sein dro­hen­des Ver­nich­tungs­werk in Deutsch­land beschrän­ken, warn­te Trotz­ki bereits 1931. Auch die Sowjet­uni­on müs­se mit einer direk­ten Bedro­hung durch ein faschis­ti­sches Deutsch­land rech­nen. Denn: „Hit­lers Sieg bedeu­tet Krieg gegen [die] USSR“.

Was tun?
Die poli­ti­sche Schwä­che des Pro­le­ta­ri­ats als zwei­te Ursa­che für das Anwach­sen des Natio­nal­so­zia­lis­mus setz­te sich Trotz­kis Ansicht nach „aus zwei Ele­men­ten zusam­men: aus der beson­de­ren his­to­ri­schen Rol­le der Sozi­al­de­mo­kra­tie, die­ser all­mäch­ti­gen kapi­ta­lis­ti­schen Agen­tur in den Rei­hen des Pro­le­ta­ri­ats, und aus der Unfä­hig­keit der zen­tris­ti­schen Lei­tung der Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei, die Arbei­ter unter dem Ban­ner der Revo­lu­ti­on zu vereinigen”.

Broschüre der LO von 1932. (Foto Privatarchiv.)

Bro­schü­re der LO von 1932. (Foto Privatarchiv.)

Die KPD stel­le den „sub­jek­ti­ven Fak­tor“ dar. Hin­ge­gen sei die SPD „ein objek­ti­ves Hin­der­nis, das man hin­weg­räu­men“ müs­se, zumal sie mit ihrer fak­ti­schen Ver­tei­di­gung der Kapi­tal­in­ter­es­sen „alle Bedin­gun­gen für den Sieg des Faschis­mus vor­be­rei­tet“ habe.

Grund­te­nor sei­ner Schrif­ten war die lei­den­schaft­li­che Auf­for­de­rung an KPD und Kom­in­tern, ihren ver­häng­nis­vol­len Kurs – die Ein­schät­zung der Sozi­al­de­mo­kra­tie als Haupt­feind und die Unter­schät­zung der faschis­ti­schen Gefahr – auf­zu­ge­ben. Denn die­se Poli­tik erlau­be es der SPD – trotz des auch in den Augen brei­ter Mas­sen immer offen­sicht­li­cher wer­den­den Bank­rotts ihrer refor­mis­ti­schen Poli­tik – wei­ter­hin den Groß­teil ihrer Anhän­ge­rin­nen und Anhän­ger unter Kon­trol­le zu hal­ten. Statt­des­sen soll­te die KPD zur Ein­heits­front­tak­tik „von oben und von unten“ zurückkehren.

Er war davon über­zeugt, dass die­se das ein­zi­ge Mit­tel sei, um die Arbei­ter­klas­se ver­eint in den Abwehr­kampf gegen den Natio­nal­so­zia­lis­mus zu füh­ren und um brei­te Tei­le der Arbei­ter­schaft dem Ein­fluss der SPD-Füh­rung zu ent­zie­hen. Zudem schaf­fe sie auch die Vor­aus­set­zung, um spä­ter in die Offen­si­ve überzugehen.

Mehr als zuvor sah Trotz­ki die Stär­ke der revo­lu­tio­nä­ren Par­tei wäh­rend der Kri­se des bür­ger­li­chen Regimes im außer­par­la­men­ta­ri­schen Mas­sen­kampf. Nur auf die­sem Gebiet könn­ten ent­schei­den­de Erfol­ge errun­gen und die sozia­le und poli­ti­sche Bedeu­tung des Pro­le­ta­ri­ats voll zur Ent­fal­tung gebracht werden.

Auf­schwung der LO
Auf die Grund­zü­ge der Faschis­mus­ana­ly­se Trotz­kis konn­te sich die (V)LO von Anfang an stüt­zen. Als mas­sen­wirk­sa­mes Pro­pa­gan­da­mit­tel in Form von Bro­schü­ren und Arti­keln stand sie ihr im Wesent­li­chen jedoch erst ab Herbst 1931 zur Verfügung.

Seit­dem kon­zen­trier­te sich die Füh­rung der LO auf die Her­aus­ga­be und Ver­brei­tung preis­wer­ter Trotz­ki-Bro­schü­ren. Ab Ende 1931 fan­den die in kur­zen Abstän­den ver­fass­te Ana­ly­sen der deut­schen Ent­wick­lung einen wach­sen­den Wider­hall bei Mit­glie­dern von KPD, SPD und Sozia­lis­ti­scher Arbei­ter­par­tei (SAP), ja sogar bei „links­bür­ger­li­chen Kreisen“.

Zudem erschien ab Ende Juli 1932 die LO-Zei­tung Per­ma­nen­te Revo­lu­ti­on wöchent­lich und mit einer auf 5.000 Exem­pla­re pro Num­mer stark gestie­ge­nen Auflage.

Die pro­pa­gan­dis­ti­schen Anstren­gun­gen der Lin­ken Oppo­si­ti­on erhöh­ten den Ein­fluss ihrer Ideen in einem Aus­maß, das im Ver­hält­nis zur Grö­ße der Orga­ni­sa­ti­on bedeu­tend war.

Der Lin­ken Oppo­si­ti­on gehör­ten sowohl win­zi­ge Pro­pa­gan­da-Stütz­punk­te als auch eini­ge weni­ge, aber ört­lich rela­tiv ein­fluss­rei­che Grup­pen in klei­ne­ren Städ­ten wie Bruch­sal, Ora­ni­en­burg oder Dins­la­ken an.

Ein­heits­front in Bruch­sal …
Rich­ten wir an die­ser Stel­le unser Augen­merk auf die nord­ba­di­sche Klein­stadt Bruch­sal. Denn dort befand sich die mit 100 Mit­glie­dern stärks­te loka­le Orga­ni­sa­ti­on der LO.

Sehr zum Ärger der füh­ren­den badi­schen KPD-Funk­tio­nä­re stell­ten die „Trotz­kis­ten“ dort die ein­zi­ge kom­mu­nis­ti­sche Kraft dar. Alle Ver­su­che der KPD-Büro­kra­tie, die Bruch­sa­ler LO um Paul Speck zu „liqui­die­ren“, schei­ter­ten an deren star­ker Ver­an­ke­rung in der Bruch­sa­ler Arbei­ter­schaft. Die Lin­ke Oppo­si­ti­on spiel­te eine füh­ren­de Rol­le in den ört­li­chen Gewerk­schaf­ten und der Arbeitersportbewegung.

Bei den badi­schen Kom­mu­nal­wah­len erhiel­ten die Bruch­sa­ler Links­op­po­si­tio­nel­len 889 Stim­men und damit neun Gemein­de­rats­sit­ze. Im Gemein­de­par­la­ment setz­ten sich die Ver- tre­ter der LO vor allem für die Inter­es­sen der Erwerbs­lo­sen ein.

Auf Initia­ti­ve der Bruch­sa­ler LO gelang es gegen den anfäng­li­chen Wider­stand der ört­li­chen SPD-Füh­rung, im Okto­ber 1931 einen pari­tä­ti­schen Akti­ons­aus­schuss aus LO, SPD, Gewerk­schaf­ten und ande­ren pro­le­ta­ri­schen Orga­ni­sa­tio­nen zu bilden.

Zu Ver­samm­lun­gen gegen Lohn­ab­bau und Faschis­mus konn­te der Akti­ons­aus­schuss jeweils weit über 1.000 Men­schen mobi­li­sie­ren. Das star­ke Wachs­tum der Bruch­sa­ler LO-Grup­pe und ihr Ein­fluss in den umlie­gen­den Ort­schaf­ten Forst, Brett­en und Hei­dels­heim ver­dank­te sie nicht zuletzt die­sen Bemühungen.

Offen­sicht­lich auf Anwei­sung einer höhe­ren Par­tei­in­stanz ver­ließ die SPD 1932 das Ein­heits­ko­mi­tee. Die „bewuss­te Spren­gungs­po­li­tik“ des ört­li­chen SPD-Füh­rers, so mein­te die Bruch­sa­ler Lin­ke Oppo­si­ti­on, sei dadurch erleich­tert wor­den, dass ihre Ein­heits­front­po­li­tik nicht über Bruch­sal hin­aus ver­wirk­licht wor­den war.

Trotz die­ses Rück­schlags konn­te die Bruch­sa­ler LO ihren poli­ti­schen Ein­fluss aus­wei­ten. Bei den Reichs­tags­wah­len am 31. Juli 1932 erhielt die LO für die KPD 1.000 Stim­men, die SPD ledig­lich 500 Stim­men. In sei­ner Bro­schü­re Was nun? nann­te Trotz­ki Bruch­sal „trotz der beschei­de­nen Aus­ma­ße ein Vor­bild für das gan­ze Land“.

… und in Oranienburg
Eine ande­re rela­tiv ein­fluss­rei­che Orts­grup­pe der Lin­ken Oppo­si­ti­on befand sich in Oranienburg.

Die KPD schloss dort am 8. Janu­ar 1932 Hel­mut Schnee­weiß, den ört­li­chen Lei­ter des Kampf­bun­des gegen den Faschis­mus wegen angeb­li­cher Zuge­hö­rig­keit zur LO aus. Die KPD zog damit einen Schluss­strich unter die schon län­ge­re Zeit schwe­len­den Dif­fe­ren­zen in der Ein­heits­front­fra­ge. 56 wei­te­re Mit­glie­der des Kampf­bun­des, die sich mit Schnee­weiß soli­da­ri­siert hat­ten, wur­den eben­falls ausgeschlossen.

Mit ent­schei­dend für den Über­tritt der Ora­ni­en­bur­ger Dis­si­den­ten zur Lin­ken Oppo­si­ti­on war die poli­ti­sche Anzie­hungs­kraft der Schrif­ten Trotz­kis. Die neue LO-Grup­pe und der Pro­le­ta­ri­sche Selbst­schutz Ora­ni­en­burg, einer Nach­fol­ge­or­ga­ni­sa­ti­on des Kampf­bun­des, waren per­so­nell weit­ge­hend deckungsgleich.

Dank die­ser fast 100 Arbei­te­rin­nen und Arbei­ter sowie Erwerbs­lo­se umfas­sen­den Orga­ni­sa­ti­on stell­te die Ora­ni­en­bur­ger LO einen für die ört­li­chen Ver­hält­nis­se beacht­li­chen poli­ti­schen Fak­tor dar. Sie wur­de sofort im Sin­ne der Ein­heits­front­be­stre­bun­gen der LO aktiv.

Das Arbei­ter-Mai-Komi­tee, ein Bünd­nis aus LO bzw. Pro­le­ta­ri­schem Selbst­schutz und SPD orga­ni­sier­te 1932 eine erfolg­rei­che 1. Mai-Demons­tra­ti­on. Es zeig­te der­art deut­lich die iso- lie­ren­den Fol­gen der ultra­lin­ken KPD-Poli­tik auf, dass die KPD sich kur­ze Zeit spä­ter gezwun­gen sah, dem in Arbei­ter-Kampf­ko­mi­tee umbe­nann­ten Ein­heits­front­or­gan beizutreten.

Das aus je fünf Ver­tre­te­rIn­nen von LO, SPD und KPD zusam­men­ge­setz­te Komi­tee ent­fal­te­te eine inten­si­ve Akti­vi­tät. Außer der Ver­an­stal­tung meh­re­rer anti­fa­schis­ti­scher Kund­ge­bun­gen und der Schaf­fung von Arbei­ter­schutz­staf­feln wid­me­te es der koor­di­nier­ten Betriebs- und Erwerbs­lo­sen­ar­beit beson­de­re Aufmerksamkeit.

Ähn­lich wie in Bruch­sal übte die Ora­ni­en­bur­ger Ein­heits­front­be­we­gung einen star­ken Ein­fluss auf die umlie­gen­den Ort­schaf­ten aus. Auch dort ent­stan­den Ein­heits­front­ko­mi­tees und Selbst­schutz-Orga­ni­sa­tio­nen der Arbeiterschaft.

In ver­schie­de­nen ande­ren Städ­ten des Deut­schen Reichs ergriff die LO die Initia­ti­ve zur Bil­dung loka­ler Ein­heits­front­aus­schüs­se. Meist schei­ter­ten die­se Bestre­bun­gen jedoch schon im Anfangs­sta­di­um, weil die LO dort zu schwach war, um den Wider­stand sozi­al­de­mo­kra­ti­scher und sta­li­nis­ti­scher Funk­tio­nä­re zu brechen.

Broschüre der LO von 1933. (Foto Privatarchiv.)

Bro­schü­re der LO von 1933. (Foto Privatarchiv.)

Letz­te War­nung
Anfang Janu­ar 1933 schlug die Per­ma­nen­te Revo­lu­ti­on erneut Alarm: „1933 [wird] das Jahr der Ent­schei­dung sein“. Die Ernen­nung Hit­lers zum Reichs­kanz­ler stell­te für die Lin­ke Oppo­si­ti­on das Ende der Epo­che der „bona­par­tis­ti­schen“ Über- gangs­re­gime dar, der mit dik­ta­to­ri­schen Voll­mach­ten aus­ge­stat­te­ten Regie­run­gen Papen und Schleicher.

Eini­ge Tage nach Hit­lers Ernen­nung zum Reichs­kanz­ler am 30. Janu­ar 1933 lie­fer­te Leo Sedow von Ber­lin aus sei­nem Vater und Genos­sen Leo Trotz­ki eine ernüch­tern­de Beschrei­bung der Lage: „Was wir durch­le­ben ähnelt einer Aus­lie­fe­rung der Arbei­ter­klas­se an den Faschis­mus […] An der Spit­ze Unent­schlos­sen­heit, nie­mand weiß, was er tun soll; an der Basis kein Ver­trau­en in unse­re eige­nen Kräf­te. […] Wenn jetzt nicht eine ent­schlos­se­ne Akti­on geschieht […], ist eine schreck­li­che Nie­der­la­ge unver­meid­lich. Die­se Akti­on […] ist […] mei­ner Mei­nung nach nicht mehr sehr wahr­schein­lich.“ (Leo Sedow, 05.02.1933, zit. nach Pierre Broué, Trotz­ki, Köln o. J. [2003], S. 880.)

Noch ein letz­tes Mal warn­te die Per­ma­nen­te Revo­lu­ti­on Anfang Febru­ar 1933: „Hit­lers Pro­gramm ist die völ­li­ge Zer­schla­gung aller poli­ti­schen und gewerk­schaft­li­chen Orga­ni­sa­tio­nen der Arbei­ter­schaft, um den Weg für eine noch unge­heu­er­li­che­re Ver­elen­dung der Arbei­ter­schaft zu öff­nen. Sein außen­po­li­ti­sches Ziel ist der Krieg mit Sowjet­ruß­land.“ (Her­vor­he­bun­gen im Original.)

Kurs auf eine neue Partei
Die Macht­über­ga­be an Hit­ler und die Errich­tung der Nazi-Dik­ta­tur mar­kier­te für Trotz­ki und sei­ne Genos­sin­nen und Genos­sen die „bedeu­tends­te Nie­der­la­ge in der Geschich­te der Arbeiterklasse“.

Die kampf­lo­se Nie­der­la­ge der KPD im Früh­jahr 1933, ver­glich die Inter­na­tio­na­le Lin­ke Oppo­si­ti­on (ILO) mit der poli­ti­schen Kapi­tu­la­ti­on der SPD zu Beginn des Ers­ten Welt­kriegs. Sie bedeu­te das Ende der KPD als revo­lu­tio­nä­re Partei.

Für die Inter­na­tio­na­le Lin­ke Oppo­si­ti­on stand nun nicht mehr die bis­her ange­streb­te „Reform“ der Kom­in­tern, son­dern der Auf­bau einer neu­en Inter­na­tio­na­le auf der Tagesordnung.

Unser Wort, Nr. 19, 1 Februarwoche 1934. (Foto Privatarchiv.)

Unser Wort, Nr. 19, 1 Febru­ar­wo­che 1934. (Foto Privatarchiv.)

Ver­such einer Bilanz
Wel­ches Resü­mee kön­nen wir ziehen?

Als im Früh­jahr 1930 die Grün­dung der Lin­ken Oppo­si­ti­on der KPD − trotz der Bekämp­fung durch den sta­li­nis­ti­schen Geheim­dienst GPU − gelang, ver­stärk­ten die Füh­run­gen von SPD, KPD und Gewerk­schaf­ten die poli­ti­sche Spal­tung und Läh­mung der deut­schen Arbeiterbewegung.

Nur eine ent­schlos­se­ne und ein­heit­lich han­deln­de deut­sche Arbei­ter­be­we­gung hät­te vor 1933 die Kraft gehabt, den Faschis­mus in Deutsch­land zu verhindern.

Die Spit­zen der deut­schen Arbei­ter­be­we­gung, der bedeu­tends­ten sozi­al­de­mo­kra­ti­schen und der größ­ten west­li­chen kom­mu­nis­ti­schen Par­tei, woll­ten kei­ne Ein­heits­front gegen den Faschis­mus bil­den. Sie ver­hin­der­ten aktiv die Ein­heit der Akti­on, zu der gro­ße Tei­le ihrer eige­nen Basis bereit waren.

Die deut­schen Gewerk­schaf­ten ihrer­seits kapi­tu­lier­ten nicht nur kampf­los, son­dern such­ten sogar noch am 1. Mai 1933 die Koope­ra­ti­on mit der brau­nen Diktatur.

Die ent­schei­den­de Nie­der­la­ge der am bes­ten orga­ni­sier­ten und teil­wei­se sogar am bes­ten bewaff­ne­ten Arbei­ter­be­we­gung der dama­li­gen kapi­ta­lis­ti­schen Welt war kein Zufall. Sie hat­te ihre Ursa­che in dem durch ideo­lo­gi­sche Ver­blen­dung, poli­ti­sche Kurz­sich­tig­keit sowie mate­ri­el­le Pri­vi­le­gi­en und Eigen­in­ter­es­sen begrün­de­ten Ver­sa­gen der Füh­rungs­ap­pa­ra­te von SPD, KPD sowie der Gewerkschaften.

Mitt­ler­wei­le ist übri­gens wis­sen­schaft­lich belegt, dass die Poli­tik der sta­li­nis­ti­schen Füh­rung der Sowjet­uni­on bereits zu Beginn der 1930er Jah­re in ers­ter Linie auf die Ver­bes­se­rung der Bezie­hun­gen zu den kon­ser­va­ti­ven und natio­na­len Krei­sen Deutsch­lands abzielte.

Anfang 1933 fan­den sich Sta­lin und Kon­sor­ten mit der Eta­blie­rung des faschis­ti­schen Regimes ab und waren offen­sicht­lich am Schick­sal der deut­schen Arbei­ter­be­we­gung nicht inter­es­siert. (Vgl. zum Ver­hält­nis der Mos­kau­er Füh­rung zum deut­schen Faschis­mus etwa Bern­hard H. Bay­er­lein, „DAS GEHEIME WINOGRADOW-TREFFEN“, im Netz unter www.indes-online.de⁄1-2017-das-geheime-winogradow-treffen-im-februar-1933 (abge­ru­fen am 11.11.2022).

Die kata­stro­pha­le Poli­tik der Füh­run­gen der Arbei­ter­be­we­gung führ­te also direkt in die ver­hee­ren­de Kapi­tu­la­ti­on von 1933 und damit zum Tri­umph ihres Tod­fein­des, des Faschis­mus. Sie ermög­lich­te nicht nur die bru­ta­le Ver­nich­tung aller Arbei­ter­or­ga­ni­sa­tio­nen durch die blu­ti­ge faschis­ti­sche Dik­ta­tur in Deutsch­land, son­dern auch den Tri­umph des sta­li­nis­ti­schen Ter­ror­re­gimes in der UdSSR. Der Weg zum Zwei­ten Welt­krieg und zur Mas­sen­ver­nich­tung von Jüdin­nen und Juden, von Roma und Sin­ti war damit frei.

Die­se und ande­re Ver­bre­chen der Nazi-Dik­ta­tur, denen rund 53 Mil­lio­nen Men­schen zum Opfer fie­len, waren nicht zwangs­läu­fig. Sie waren eben­so ver­hin­der­bar wie die des Sta­li­nis­mus, durch die wahr­schein­lich mehr als zwan­zig Mil­lio­nen Men­schen umge­bracht wur­den. Bis heu­te wir­ken die­se his­to­ri­schen Nie­der­la­gen nach.

Die Lin­ke Oppo­si­ti­on konn­te sie allei­ne nicht abwen­den, aber sie ent­wi­ckel­te in Wort und in Tat eine rea­lis­ti­sche Alter­na­ti­ve der Gegenwehr.

Auch des­halb ist die Geschich­te der LO ein kon­kre­ter Beleg für die oft unter­schätz­te oder gar miss­ach­te­te Funk­ti­on klei­ner, akti­ver Orga­ni­sa­tio­nen. Zum einen als sen­si­bler Seis­mo­gra­phen sich ankün­di­gen­der gesell­schaft­li­cher und poli­ti­scher Ver­än­de­run­gen. Zum ande­ren als Zen­tren prak­ti­schen poli­ti­schen Wider­stands, der kei­nen Ver­gleich zur Wirk­sam­keit von par­la­men­ta­risch ori­en­tier­ten und büro­kra­ti­sier­ten Mas­sen­par­tei­en zu scheu­en braucht.

Wir soll­ten den muti­gen und selbst­lo­sen Kampf gegen die Bar­ba­rei vor dem Ver­ges­sen bewah­ren, den hun­der­te Genos­sin­nen und Genos­sen der LO sowie ihrer Nach­fol­g­or­ga­ni­sa­tio­nen − und natür­lich auch ande­re im Wider­stand akti­ve Men­schen − geführt haben. Ihr Enga­ge­ment soll­te uns Ansporn sein, uns selbst kon­se­quent allen faschis­ti­schen Umtrie­ben entgegenzustellen.

Natür­lich gibt es Unter­schie­de zu 1933. Die öko­no­mi­sche, poli­ti­sche und media­le Macht der Kon­zer­ne hat im Spät­ka­pi­ta­lis­mus eine bis­her nicht bekann­te Dimen­si­on erreicht. Das rie­si­ge Arse­nal an Mas­sen­ver­nich­tungs­waf­fen ist eben­so wie der Öko­zid eine unmit­tel­ba­re Bedro­hung für unser Über­le­ben. Und nicht zuletzt ist das damals exis­tie­ren­de poli­ti­sche Bewusst­sein der arbei­ten­den Klas­se hier­zu­lan­de auch durch den Neo­li­be­ra­lis­mus stark getrübt.

Aber den­noch − oder gera­de des­we­gen − sind die Grund­ge­dan­ken der von der LO wei­ter ent­wi­ckel­ten Tak­tik der Ein­heits­front sehr aktu­ell. Nicht nur für den heu­ti­gen Kampf gegen das Ent­ste­hen einer neu­er­li­chen faschis­ti­schen Mas­sen­be­we­gung, son­dern auch gegen des­sen nach wie vor frucht­ba­ren kapi­ta­lis­ti­schen Nährboden.


*[Die­ser Text ist eine über­ar­bei­te­te und stark gekürz­te Ver­si­on des Refe­rats, das Wolf­gang Alles am 11. Novem­ber 2022 in Mann­heim zur Vor­stel­lung sei­nes Buches Für Ein­heits­front gegen Faschis­mus, Zur Poli­tik und Geschich­te der Lin­ken Oppo­si­ti­on ab 1930, Köln 2022 gehal­ten hat. Alle Zita­te ohne Quel­len­an­ga­be sind die­ser Unter­su­chung entnommen.]

Aus Theo­rie­bei­la­ge Avan­ti² Rhein-Neckar Febru­ar 2023
Tagged , , , , , , , , . Bookmark the permalink.