Nein zum XXXL-Kapi­ta­lis­mus!

 

B.G.

XXXL Kollegin bei der Protestkundgebung am 29 Februar 2016, Foto: Helmut-Roos@web.de

XXXL Kol­le­gin bei der Pro­test­kund­ge­bung am 29 Febru­ar 2016, Foto: Helmut-Roos@web.de

Der Möbel­haus­kon­zern XXXL (Mann-Mobi­lia) hat am 1. Febru­ar 2016 zuge­schla­gen - „bru­talst­mög­lich“. 99 Kol­le­gIn­nen des Zen­tral­la­gers in der Mann­hei­mer Nie­der­las­sung erhiel­ten vor Arbeits­be­ginn ihre „Freistellungs“-Schreiben“. Dies alles geschah ohne Ankün­di­gung und ohne Beach­tung des Betriebs­ver­fas­sungs­ge­set­zes. Unter den Gekün­dig­ten dabei ist mehr als die Hälf­te der Betriebs­rats­mit­glie­der. „Sicher­heits­kräf­te“ hin­der­ten die betrof­fe­nen Kol­le­gIn­nen am Auf­su­chen ihrer Arbeits­plät­ze.

Die Gewerk­schaft ver.di und der Betriebs­rat for­der­ten umge­hend die sofor­ti­ge Rück­nah­me der „Frei­stel­lun­gen“ und kün­dig­ten den Kampf für die Arbeits­plät­ze am Stand­ort Mann­heim an.
Seit­dem hat sich in Mann­heim und der Regi­on eine star­ke Empö­rung über die Machen­schaf­ten von XXXLutz ent­wi­ckelt - und eine beacht­li­che Soli­da­ri­täts­be­we­gung.

Zunächst haben die betrof­fe­nen XXXL-Kol­le­gIn­nen gemein­sam mit dem zustän­di­gen ver.di-Fachbereich Ein­zel­han­del vor dem Möbel­haus am Viern­hei­mer Kreuz pro­tes­tiert. Am 3. Febru­ar haben sie vor Ort die  Unter­stüt­zung der IG Metall Mann­heim und von 300 GE-Kol­le­gIn­nen erhal­ten.
Das Arbeits­ge­richt Mann­heim muss­te sich am 16. Febru­ar mit dem Antrag des Betriebs­rats auf einst­wei­li­ge Ver­fü­gung gegen XXXL befas­sen. Mehr als ein­hun­dert Kol­le­gIn­nen nah­men den ableh­nen­den Spruch der Kam­mer unter Rich­ter Wil­ler mit Empö­rung auf.

Das Zukunfts­fo­rum Gewerk­schaf­ten Rhein-Neckar ver­an­stal­te­te am 17. Febru­ar im Gewerk­schafts­haus einen Abend zum Skan­dal bei XXXL. 250 Kol­le­gIn­nen erklär­ten ihre Soli­da­ri­tät mit den Gekün­dig­ten. Der Betriebs­rats­vor­sit­zen­de Tom Becker kün­dig­te wei­te­ren recht­li­chen und poli­ti­schen Wider­stand an.
Am 27. Febru­ar schließ­lich betei­lig­ten sich rund 400 Kol­le­gIn­nen an der Pro­test­ak­ti­on von ver.di auf dem Para­de­platz. Aus vie­len Betrie­ben nah­men Dele­ga­tio­nen teil (Benz, Bom­bar­dier, Eich­baum, GE, John Deere, Mer­ce­des-Nie­der­las­sung …).

XXXL ist der­zeit die vor­ders­te Front­li­nie der Angrif­fe auf Beschäf­tig­te, Betriebs­rä­te und Gewerk­schaf­ten in der Regi­on. Wenn der Lutz-Kon­zern erfolg­reich bekämpft wer­den soll, muss jetzt aber die Gegen­wehr noch viel stär­ker wer­den.

aus der Rhein-Neckar Bei­la­ge zur Avan­ti 242, März 2016
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