Der II. Welt­krieg und die Bar­ba­rei des Kapitalismus*

 

Ernest Man­del

Das Aus­maß der Zer­stö­rung, das der Zwei­te Welt­krieg hin­ter­ließ, ist erschre­ckend. Acht­zig Mil­lio­nen Men­schen wur­den getö­tet, wenn man die­je­ni­gen ein­be­zieht, die an Hun­ger und Krank­heit als direk­ter Fol­ge des Krie­ges star­ben – sechs­mal so vie­le wie im Ers­ten Weltkrieg.

Dut­zen­de von Städ­ten wur­den buch­stäb­lich total zer­stört, beson­ders in Japan und Deutsch­land. Mate­ri­el­le Mit­tel, mit denen man alle Armen die­ser Welt hät­te ernäh­ren, klei­den, mit Unter­künf­ten und allem geis­ti­gen Rüst­zeug ver­se­hen kön­nen, wur­den für rein destruk­ti­ve Zwe­cke ver­geu­det. Wäl­der wur­den nie­der­ge­macht und Agrar­land in Ödland ver­wan­delt, in einem seit dem Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg [1618-1638] oder der mon­go­li­schen Inva­si­on des isla­mi­schen Rei­ches [im 13. Jahr­hun­dert] bei­spiel­lo­sen Ausmaß.

Noch schlim­mer war die zer­stö­re­ri­sche Wir­kung auf die Psy­che und das Ver­hal­ten der Men­schen. Gewalt und bar­ba­ri­sche Miss­ach­tung der ele­men­tars­ten Men­schen­rech­te – ange­fan­gen mit dem Recht auf Leben – ver­brei­te­ten sich in grö­ße­rem Aus­maß als jemals im und nach dem Ers­ten Welt­krieg, der schon sehr ver­hee­rend in die­ser Hin­sicht gewe­sen war.

Der Gip­fel der Zuspit­zung der Bar­ba­rei war der Ein­satz der Atom­bom­be – ein wirk­li­ches Sym­bol der grund­le­gen­den zer­stö­re­ri­schen Bedro­hung durch den Spät­ka­pi­ta­lis­mus. Seit 1945 fiel der Schat­ten der end­gül­ti­gen Aus­lö­schung in Form der ver­häng­nis­vol­len pilz­för­mi­gen Wol­ke auf das Schick­sal der Mensch­heit. Der Schat­ten selbst ver­gif­te­te schon Hun­dert­tau­sen­de von Men­schen – ihre eige­nen Kör­per und ihre Nach­fah­ren – und auch ihre Psy­che. Selbst die direk­ten Aus­wir- kun­gen von Atom­bom­ben oder Test­ex­plo­sio­nen in Form von Lang­zeit­strah­lung und Fall­out sind nicht bere­chen­bar und des­halb weit­ge­hend unbekannt.

War all die­se Zer­stö­rung sinn­los? Ist der inter­na­tio­na­le Kapi­ta­lis­mus aus dem Zwei­ten Welt­krieg her­vor­ge­gan­gen, ohne dass die grund­le­gen­den Wider­sprü­che, die zu die­sem Kon­flikt geführt hat­ten, gelöst wor­den waren – nicht nur struk­tu­rell, son­dern auch kon­junk­tu­rell? Vie­le Beob­ach­ter hät­ten eine sol­che Aus­sa­ge vor zehn Jah­ren [1976] kate­go­risch abge­lehnt. Im Gegen­satz zur Peri­ode zwi­schen den Krie­gen schien es damals so, dass sich die inter­na­tio­na­le kapi­ta­lis­ti­sche Wirt­schaft nach zwei, in den angel­säch­si­schen Län­dern fast drei Jahr­zehn­ten bei­spiel­lo­sen Wachs­tums, die nur durch klei­ne­re Rezes­sio­nen unter­bro­chen wur­de, in einer lan­gen sta­bi­len Peri­ode mit einem hohen Beschäf­ti­gungs­stand und ein­drucks­vol­len Stei­ge­run­gen des mate­ri­el­len Lebens­stan­dards der ar bei­ten­den Mas­sen in den impe­ria­lis­ti­schen Län­dern befand.

Heu­te ist es offen­sicht­lich, dass die zwan­zig bis fünf­und­zwan­zig Jah­re des Nach­kriegs­booms nur ein Zwi­schen­spiel waren, eine „lan­ge expan­si­ve Wel­le“ der kapi­ta­lis­ti­schen Wirt­schaft nach der „lan­gen Depres­si­on“ der Peri­ode zwi­schen den Krie­gen, auf die wie­der eine „lan­ge Depres­si­on“ fol­gen wird, noch län­ger als die von 1913 bis 1939.1

Frei­lich fiel in die­se Zwi­schen­pe­ri­ode ein neu­er Ent­wick­lungs­sprung der Pro­duk­tiv­kräf­te – die drit­te tech­no­lo­gi­sche Revo­lu­ti­on – und eine gro­ße Stei­ge­rung des mate­ri­el­len Wohl­stan­des und der durch­schnitt­li­chen Fer­tig­kei­ten und Kennt­nis­se der inter­na­tio­na­len Arbei­ter­klas­se, ganz zu schwei­gen von einer gro­ßen Zunah­me der Zahl der Lohn­ar­bei­ter. Selbst wenn der mate­ri­el­le und intel­lek­tu­el­le Fort­schritt sehr ungleich ver­teilt war zwi­schen den mehr und den weni­ger ent­wi­ckel­ten kapi­ta­lis­ti­schen Län­dern, so erwei­ter­te er doch die Basis, auf der der Welt­so­zia­lis­mus auf­ge­baut wer­den kann. Die mate­ri­el­len Vor­be­din­gun­gen für eine sozia­lis­ti­sche Welt des Über­flus­ses und eines welt­wei­ten Ver­schwin­dens der sozia­len Arbeits­tei­lung zwi­schen „Chefs“ und „Unter­ge­ge­ben“ waren 1970 viel grö­ßer als 1939 und erst recht als 1914. 1990 sind sie sogar noch besser.

Zugleich wird jedoch der Preis, den die Mensch­heit für die Ver­zö­ge­rung des Sozia­lis­mus, für das Über­le­ben des nie­der­ge­hen­den Kapi­ta­lis­mus zah­len muss, immer schreck­li­cher. Die Ten­denz, dass die Pro­duk­tiv­kräf­te in Zer­stö­rungs­kräf­te ver­wan­delt wer­den, setzt sich nicht nur peri­odisch in Über­pro­duk­ti­ons­kri­sen und Welt­krie­gen durch.2 Mehr und mehr setzt sie sich uner­bitt­lich auf den Gebie­ten der Pro­duk­ti­on, des Kon­sums, der natür­li­chen Umwelt, der sozia­len Bezie­hun­gen, der Gesund­heit (ein­schließ­lich der see­li­schen Gesund­heit) und vor allem in der unun­ter­bro­che­nen Rei­he „loka­ler“ Krie­ge durch. Die­ser welt­wei­te Preis in Form von mensch­li­chem Leid, von Tod und von Bedro­hun­gen für das phy­si­sche Über­le­ben der Mensch­heit ist wie­der­um erschüt­ternd. Er über­trifft alles, was wäh­rend des Ers­ten oder Zwei­ten Welt­kriegs zu sehen war.3

Zwei her­vor­ste­chen­de Bei­spie­le genü­gen, um die­sen Punkt zu unter­strei­chen (vie­le ande­re könn­ten ange­führt wer­den). Seit 1945 ist kein ein­zi­ges Jahr ohne „loka­le“ Krie­ge in irgend­ei­nem Teil der Welt ver­gan­gen, oft in meh­re­ren Tei­len gleich­zei­tig. Davon waren die meis­ten impe­ria­lis­ti­sche, kon­terre- volu­tio­nä­re Inter­ven­ti­ons­krie­ge gegen die Ent­wick­lung natio­na­ler Befrei­ungs­be­we­gun­gen und sich ent­wi­ckeln­de oder sieg­rei­che sozia­le Revo­lu­tio­nen. Die Gesamt­zahl der Opfer die­ser Krie­ge kommt schon der des Ers­ten Welt­krie­ges gleich oder über­trifft sie sogar.

Die Per­ver­si­on des mensch­li­chen Kon­sums und der mensch­li­chen Bedürf­nis­se durch pro­fit­ori­en­tier­te stan­dar­di­sier­te Mas­sen­pro­duk­ti­on legt der Mensch­heit eine wach­sen­de Last an Krank­hei­ten und Tod auf. Sie bringt nicht nur ein gleich­zei­ti­ges Wachs­tum der Über­pro­duk­ti­on und der künst­li­chen Beschrän­kung der Lebens­mit­tel­pro­duk­ti­on im Wes­ten und von Hun­ger und Ver­hun­gern im Süden mit sich. Sie beinhal­tet auch eine stei­gen­de Flut von nutz­lo­sen, schäd­li­chen, ver­gif­te­ten Kon­sum­gü­tern, ein­schließ­lich ver­gif­te­ter Nah­rung, im Wes­ten selbst. Das Ergeb­nis ist eine dra­ma­ti­sche Zunah­me soge­nann­ter Zivi­li­sa­ti­ons­krank­hei­ten, wie Krebs und Herz­in­farkt, ver­ur­sacht durch Ver­gif­tung der Luft, des Was­sers und des mensch­li­chen Kör­pers. Wie­der­um ist die Todes­ra­te über­wäl­ti­gend. Und die Bedro­hung, die ver­gif­te­te Luft, Mee­re, Was­ser und Wäl­der für das phy­si­sche Über­le­ben der Mensch­heit dar­stel­len, ist ver­gleich­bar mit der Bedro­hung durch einen Nuklearkrieg.

In die­sem Sin­ne hat der Zwei­te Welt­krieg in der Tat nichts gelöst, d. h. er besei­tig­te kei­ne der Haupt­ur­sa­chen der zuneh­men­den Über­le­bens­kri­se der mensch­li­chen Zivi­li­sa­ti­on und der Mensch­heit selbst. Hit­ler ist ver­schwun­den, aber die Flut der Zer­stö­rung und der Bar­ba­rei steigt wei­ter, aller­dings in viel­fäl­ti­ge­ren For­men und weni­ger kon­zen­triert (wenn der Drit­te Welt­krieg ver­mie­den wer­den kann).4 Denn die grund­le­gen­de Ursa­che des zer­stö­re­ri­schen Cha­rak­ters bleibt. Es ist die expan­sio­nis­ti­sche Dyna­mik der Kon­kur­renz, der Kapi­tal­ak­ku­mu­la­ti­on und des Impe­ria­lis­mus, die sich zuneh­mend gegen sich selbst kehrt, d. h. von der „Peri­phe­rie“ gegen das „Zen- trum“ zurück­schlägt, mit all dem zer­stö­re­ri­schen Poten­ti­al, das die­se Expan­si­on und die­se Selbst­be­haup­tung ange­sichts des zuneh­men­den Wider­stands und der Her­aus­for­de­rung von Mil­lio­nen, wenn nicht Hun­der­ten von Mil­lio­nen Men­schen beinhaltet.

Die Mili­ta­ri­sie­rung der Ver­ei­nig­ten Staa­ten spie­gelt die Per­ma­nenz die­ses Expan­sio­nis­mus und die­ses zer­stö­re­ri­schen Cha­rak­ters, unge­ach­tet his­to­ri­scher Umstän­de. Joseph Schum­pe­ter behaup­te­te im Gegen­satz zu Mar­xis­ten, dass die Wur­zeln des Impe­ria­lis­mus im Wesent­li­chen vor­ka­pi­ta­lis­tisch, halb-feu­dal – abso­lu­tis­tisch-mili­ta­ris­tisch – waren und nicht in den kapi­ta­lis­ti­schen Geschäfts­in­ter­es­sen zu suchen sei­en.5 Er ver­such­te, sei­nen Stand­punkt zu bewei­sen, indem er dar­auf hin­wies, dass das stärks­te kapi­ta­lis­ti­sche Land der Welt, die Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka, kei­ne nen­nens­wer­te Armee oder Kriegs­macht hät­ten. Er ging so weit, das Argu­ment, das er zuerst unmit­tel­bar nach dem Ers­ten Welt­krieg vor­ge­bracht hat­te, wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs in sei­nem klas­si­schen Werk Kapi­ta­lis­mus, Sozia­lis­mus und Demo­kra­tie (1943) zu wie­der­ho­len. Die­ses ist eine der weni­gen erwäh­nens­wer­ten bür­ger­li­chen his­to­ri­schen Stu­di­en der letz­ten fünf­zig Jah­re, und sie ist Pop­pers Kri­tik an Marx und erst recht Hay­eks anti­so­zia­lis­ti­schem Gere­de weit über­le­gen.6

Es stimmt, dass die his­to­ri­sche Beson­der­heit des US-Kapi­ta­lis­mus – sei­ne nach Wes­ten offe­ne Gren­ze in Nord­ame­ri­ka und die Schwä­che der Kli­en­tel­staa­ten in sei­ner latein­ame­ri­ka­ni­schen Ein­fluss­sphä­re – es ihm ermög­lich­te, mit rela­tiv wenig Gewalt­an­wen­dung (bedeu­tend weni­ger auf jeden Fall, als von ver­schie­de­nen euro­päi­schen kapi­ta­lis­ti­schen Mäch­ten oder Japan ange­wandt wur­de) geo­gra­phisch zu expan­die­ren. Spä­ter, nach dem Ers­ten Welt­krieg, mach­te die enor­me indus­tri­el­le und finan­zi­el­le Über­le­gen­heit des US-Impe­ria­lis­mus wie- der­um eine „fried­li­che“ Expan­si­on (natür­lich nicht ohne die gele­gent­li­che Ver­wen­dung des „gro­ßen Knüp­pels“) zu einer effi­zi­en­te­ren Herr­schafts­me­tho­de als die direk­te ter­ri­to­ria­le Beset­zung und als groß­an­ge­leg­te mili­tä­ri­sche Abenteuer.

Das Ergeb­nis des Zwei­ten Welt­kriegs änder­te das alles. Zunächst beinhal­te­te die glo­ba­le Vor­herr­schaft selbst, die der US-Impe­ria­lis­mus erobert hat­te, dass er zuneh­mend die Rol­le eines Welt­po­li­zis­ten des Kapi­ta­lis­mus spie­len muss­te. Auf die­se Wei­se wur­de der Wider­spruch zwi­schen der Inter­na­tio­na­li­sie­rung der Pro­duk­tiv­kräf­te und dem Über­le­ben des Natio­nal­staa­tes teil­wei­se und vor­über­ge­hend über­wun­den. Es war jedoch unmög­lich, die­se Rol­le ohne eine star­ke und expan­die­ren­de Mili­tär­macht zu erfül­len. Der US-Impe­ria­lis­mus muss­te buch­stäb­lich allen Wider­sprü­chen des inter­na­tio­na­len Kapi­ta­lis­mus begeg­nen – und muss­te dabei zuneh­mend repres­si­ve Dro­hun­gen und Mit­tel einsetzen.

Im Kapi­ta­lis­mus – ins­be­son­de­re im Impe­ria­lis­mus und sei­ner „spät­ka­pi­ta­lis­ti­schen“ Pha­se, die durch rie­si­ge Kapi­tal­men­gen gekenn­zeich­net ist, die stän­dig auf der Suche nach neu­en Inves­ti­ti­ons­fel­dern sind – för­dert ein wach­sen­der Mili­tär­kom­plex einen boo­men­den Indus­trie­zweig und kapi­ta­lis­ti­sche Un- ter­neh­men, die auf die Kriegs­waf­fen­pro­duk­ti­on aus­ge­rich­tet sind. Die­se haben ein tra­di­tio­nel­les Inter­es­se an einem sol­chen Sek­tor, denn sie bezie­hen, dank einer sich stän­dig stei­gern­den, vom Staat garan­tier­ten Rüs­tungs­pro­duk­ti­on, einen gro­ßen Teil der Pro­fi­te aus einem sol­chen Geschäfts­feld. So kommt es zur Ent­ste­hung des „mili­tä­risch-indus­tri­el­len Kom­ple­xes“, um einen Aus­druck zu zitie­ren, der tref­fend von Eisen­hower geprägt wur­de, der selbst Gene­ral war und spä­ter Prä­si­dent der Ver­ei­nig­ten Staa­ten wurde.

So hat­te Schum­pe­ter im (bei­spiel­haf­ten) Fall der Ver­ei­nig­ten Staa­ten ganz unrecht, und die Mar­xis­tin­nen und Mar­xis­ten behiel­ten letz­ten Endes recht. Trotz all ihrer his­to­ri­schen Beson­der­hei­ten und ihrer „Ein­zig­ar­tig­keit“ war die Mili­ta­ri­sie­rung der Ver­ei­nig­ten Staa­ten direkt von den Bedürf­nis­sen des Groß­ka­pi­tals und des Impe­ria­lis­mus der USA bestimmt, aller­dings ein hal­bes Jahr­hun­dert spä­ter als in Groß­bri­tan­ni­en, Frank­reich, Deutsch­land, Japan und Italien.
Aber das ist kei­nes­wegs das Ende der Geschich­te. Wie mäch­tig er auch war, so konn­te der US-Impe­ria­lis­mus doch nicht allein der Sowjet­uni­on, dem Pro­zess der per­ma­nen­ten Revo­lu­ti­on in den kolo­nia­len und halb­ko­lo­nia­len Län­dern und einer peri­odisch unru­hi­gen und explo­si­ven Arbei­ter­klas­se in meh­re­ren impe­ria­lis­ti­schen Län­dern mit sei­nen eige­nen Sol­da­ten und mili­tä­ri­schen Mit­teln ent­ge­gen­tre­ten. Er brauch­te Ver­bün­de­te, und er muss­te sie pfle­gen, in ers­ter Linie finan­zi­ell. Dar­auf­hin erleb­te der US-Impe­ria­lis­mus, wie sich das Gesetz der unglei­chen und kom­bi­nier­ten Ent­wick­lung zum ers­ten Mal gegen die Ver­ei­nig­ten Staa­ten behauptete.

Indem die USA den Wie­der­auf­bau und die Kon­so­li­die­rung des west­deut­schen und des japa­ni­schen Impe­ria­lis­mus ein­lei­te­ten (eben­so, wie sie vor­her bei dem Wie­der­auf­bau und der Kon­so­li­die­rung des fran­zö­si­schen und ita­lie­ni­schen Impe­ria­lis­mus gehol­fen hat­ten), setz­ten sie damit einen Pro­zess in Gang, der die­sen Mäch­ten, infol­ge der Nie­der­la­ge und Zer­stö­rung, die sie erlit­ten hat­ten, die Mög­lich­keit bot, ein schnel­le­res Wachs­tum der durch­schnitt­li­chen indus­tri­el­len Arbeits­pro­duk­ti­vi­tät und ein moder­ne­res indus­tri­el­les Pro­fil als die USA selbst zu errei­chen. So hat­te der Auf­bau der ame­ri­ka­ni­schen Mili­tär­ma­schi­ne auch die Funk­ti­on, auf die wider­stre­ben­den Ver­bün­de­ten der USA Druck aus­zu­üben, damit sie bestimm­te Gren­zen der finan­zi­el­len, kom­mer­zi­el­len und indus­tri­el­len Auto­no­mie inner­halb der Alli­anz nicht über­schrit­ten – eine Funk­ti­on, die ihrer­seits durch eine Ver­än­de­rung des finan­zi­el­len und indus­tri­el­len Kräf- tever­hält­nis­ses zum Nach­teil des US-Impe­ria­lis­mus zuneh­mend unter­gra­ben wur­de. So währ­te die „Herr­schaft des Dol­lars“ und der über­wie­gend ame­ri­ka­ni­sche Besitz bzw. die Kon­trol­le der mul­ti­na­tio­na­len Kon­zer­ne nach dem Zwei­ten Welt­krieg nicht län­ger als zwan­zig Jah­re. Und wenn das Wachs­tum der sowje­ti­schen Indus­trie- und Mili­tär­macht berück­sich­tigt wird, die das ame­ri­ka­ni­sche Mono­pol an Atom­waf­fen und der Fähig­keit, sie ins Ziel­ge­biet zu brin­gen, in den fünf­zi­ger Jah­ren brach, dann dau­er­te das „Ame­ri­ka­ni­sche Jahr­hun­dert“ kaum mehr als ein Jahr­zehnt. Bret­ton Woods, die „Herr­schaft des Dollars“7 und die Herr­schaft der mul­ti­na­tio­na­len Kon­zer­ne unter US-Kon­trol­le ermög­lich­ten es dem ame­ri­ka­ni­schen und dem welt­wei­ten Kapi­ta­lis­mus tat­säch­lich, einen wirt­schaft­li­chen Zusam­men- bruch in der Grö­ßen­ord­nung der Welt­wirt­schafts­kri­se nach 1945-48 zu ver­mei­den. Aber sie wur­den zuneh­mend aus­ge­höhlt, was schließ­lich zu der lan­gen Depres­si­on führ­te, die Ende der sech­zi­ger und Anfang der sieb­zi­ger Jah­re begann.

Der Nach­kriegs­boom selbst war nicht das auto­ma­ti­sche Ergeb­nis der Ent­schei­dung des US-Impe­ria­lis­mus für eine „fried­li­che“ kom­mer­zi­el­le und finan­zi­el­le Expan­si­on, d. h. für den Mar­shall-Plan, mas­si­ve Kapi­tal­ex­por­te und alles, was sich dar­aus ergab. Sei­ne Vor­aus­set­zung war die Been­di­gung des Auf­schwungs der Arbei­ter­kämp­fe in den Nach­kriegs­jah­ren in meh- reren impe­ria­lis­ti­schen Län­dern – vor allem in Ita­li­en, Frank­reich und Japan, wo die Kampf­be­reit­schaft weit­ge­hend von den KPs kana­li­siert wur­de und daher vom ame­ri­ka­ni­schen Impe­ria­lis­mus als direk­te Bedro­hung wahr­ge­nom­men wur­de. Die­sen Auf­ruhr gab es aber auch in den USA9, wenn auch auf einem nied­ri­ge­ren Niveau der Poli­ti­sie­rung und Radikalisierung.

Unter die­sen Umstän­den wur­de der Klas­sen­kampf in den zen­tra­len kapi­ta­lis­ti­schen Län­dern und auf inter­na­tio­na­ler Ebe­ne mit der Ent­wick­lung der Bezie­hun­gen zwi­schen den Groß­mäch­ten und dem Kal­ten Krieg auf eine spe­zi­fi­sche – und dis­kon­ti­nu­ier­li­che – Art ver­knüpft. Eini­ge der wich­tigs­ten Arbei­ter­kämp­fe waren vom Kal­ten Krieg weit­ge­hend unab­hän­gig – zum Bei­spiel die Nach­kriegs­streik­wel­le in den USA und die ers­ten mas­si­ven wil­den Streiks in Bel­gi­en und Frank­reich, die dazu führ­ten, dass die KPs die Koali­ti­ons­re­gie­run­gen unter dem Druck der Arbei­ter­klas­se (und nicht unter dem des ame­ri­ka­ni­schen Impe­ria­lis­mus oder der euro­päi­schen Bour­geoi­sie) ver­las­sen muss­ten. Aber die teil­wei­sen Nie­der­la­gen die­ser Kämp­fe, ver­bun­den mit zuneh­men­der Repres­si­on durch das Kapi­tal (wofür das [1947 gegen die Gewerk­schaf­ten gerich­te­te] Taft-Hart­ley-Gesetz und die Schwä­chung der gewerk­schaft­li­chen Macht in den USA das deut­lichs­te Bei­spiel waren), sowie die Wen­de der KPs von der Betei­li­gung an Koali­ti­ons­re­gie­run­gen zu ultra­lin­ken Gebär­den führ­ten zu einem all­ge­mei­nen Nie­der­gang der Kampf­be­reit­schaft der Arbei­ter­klas­se – sogar in Groß­bri­tan­ni­en. Dort hat­te die Labour-Regie­rung, die eine gro­ße Par­la­ments­mehr­heit und eine bedeu­ten­de Reform­ge­setz­ge­bung auf­wei­sen konn­te, die bes­ten Chan­cen, eine grund­le­gen­de Fehl­ori­en­tie­rung zu ver­mei­den. Wäh­rend die Sta­bi­li- sie­rung des Kapi­ta­lis­mus in den wich­tigs­ten impe­ria­lis­ti­schen Län­dern für den Beginn des Booms eine güns­ti­ge Basis lie­fer­te – des Abeb­bens der ers­ten Nach­kriegs­wel­le von Radi­ka­li­sie­rung und Kampf­be­reit­schaft der Arbei­te­rin­nen und Arbei­ter – gab sie dem ent­ste­hen­den Ver­hält­nis der Klas­sen­kräf­te eine eigen­tüm­li­che Wen­dung, mit einem ganz ande­ren Resul­tat als nach 1923.

Kei­ne Arbei­ter­klas­se in einem impe­ria­lis­ti­schen Land erlitt eine ver­hee­ren­de Nie­der­la­ge. Wäh­rend der Kal­te Krieg gro­ße ideo­lo­gi­sche und orga­ni­sa­to­ri­sche Spal­tun­gen inner­halb der Arbei­ter­be­we­gung ver­ur­sach­te, zwang er auch den Impe­ria­lis­mus, einen hohen Preis für die rela­ti­ve Ruhe an sei­ner „Hei­mat­front“ zu bezah­len. Infol­ge des Nach­kriegs­booms in den west­li­chen Gesell­schaf­ten – beglei­tet von einem neu­en Wachs­tum der Lohn­ar­beit, d. h. der Indus­tria­li­sie­rung – und infol­ge der zuneh­men­den Erwar­tun­gen der Arbei­te­rin­nen und Arbei­ter sowie ihrer bestän­di­gen Anstren­gun­gen, sie (mit Aus­nah­me der USA) durch gewerk­schaft­li­che Kämp­fe und poli­ti­sche Initia­ti­ven zu ver­wirk­li­chen, wuchs die Stär­ke der orga­ni­sier­ten Arbei­ter­be­we­gung in den impe­ria­lis­ti­schen Län­dern stän­dig. Sie erreich­te unge­ahn­te Aus­ma­ße, sowohl inner­halb als auch außer­halb der Betrie­be. Eine Zeit lang schien gera­de die­ses Wachs­tum, den Boom durch eine Aus­wei­tung des Mas­sen­kon­sums von lang­le­bi­gen Kon­sum­gü­tern und dem Erwerb von Woh­nungs­ei­gen­tum zu befeu­ern. Aber nach einem bestimm­ten Höhe­punkt, den der [fran­zö­si­sche Gene­ral­streik im] Mai 1968 sym­bo­li­sier­te, wur­den die Wider­sprü­che zwi­schen die­sem Wachs­tum und dem nor­ma­len Funk­tio­nie­ren der kapi­ta­lis­ti­schen Wirt­schaft offen­sicht­lich. Die­se Stär­kung steht in Zusam­men­hang mit dem Erschei­nen einer neu­en Schicht mili- tan­ter Arbei­ter wäh­rend der Résis­tance-Bewe­gung, die die über­wie­gend sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Zusam­men­set­zung der Gewerk­schaf­ten vor dem Krie­ge in Län­dern wie Bel­gi­en und Däne­mark ver­än­der­te. In Ita­li­en und Spa­ni­en spiel­ten die Unter­grund­er­fah­run­gen mit Arbei­ter­kämp­fen unter dem Faschis­mus und die Dif­fe­ren­zie­rung inner­halb der KPs wäh­rend der sech­zi­ger Jah­re eine ähn­li­che Rolle.

Auf der ande­ren Sei­te erleich­ter­ten gera­de die Bedin­gun­gen, unter denen das „Ame­ri­ka­ni­sche Jahr­hun­dert“ ein­ge­lei­tet wur­de – die Herr­schaft der mul­ti­na­tio­na­len Kon­zer­ne und die Aus­wir­kun­gen der drit­ten tech­no­lo­gi­schen Revo­lu­ti­on auf dem Gebiet der Roh­stof­fe (eine all­mäh­li­che Erset­zung der „natür­li­chen“ durch künst­li­che Roh­stof­fe) –, den Wech­sel des Impe­ria­lis­mus von direk­ter zu indi­rek­ter Beherr­schung der „Drit­ten Welt“ (vom Kolo­nia­lis­mus zum Neo­ko­lo­nia­lis­mus) ohne jede spür­ba­re Umver­tei­lung der Welt­pro­fi­te (des Welt­mehr­werts) zuguns­ten der herr­schen­den Klas­sen der „Drit­ten Welt“. Ein stän­di­ger Wert­ab­fluss vom Süden zum Nor­den war wei­ter­hin die Regel in der gan­zen Nach­kriegs­zeit, wodurch der „Boom“ selbst und eine Revol­te gegen sol­che Super-Aus­beu­tung in Form natio­na­ler Befrei­ungs­be­we­gun­gen genährt wur­de. Die alten Kolo­ni­al­rei­che bra­chen zusam­men. Aber der Ver­such, eine neue, „indi­rek­te“ US-Herr­schaft zu sta­bi­li­sie­ren, wur­de all­mäh­lich zunich­te gemacht.10 Somit hat auch unter die­sem Gesichts­punkt der Zwei­te Welt­krieg auf einer struk­tu­rel­len Ebe­ne für den Kapi­ta­lis­mus nichts gelöst. Der Kapi­ta­lis­mus sta­bi­li­sier­te sich und pro­spe­rier­te im Wes­ten zwi­schen 1948 und 1968. Aber der Preis, der dafür gezahlt wur­de, war eine bestän­di­ge Kri­se in der „Drit­ten Welt“ und die Anhäu­fung von immer explo­si­ve­rem Mate­ri­al in West­eu­ro­pa, das 1968 zum Aus­bruch kam. Die Kri­se des Impe­ria­lis­mus wur­de nicht gelöst. Eben­so wenig die Kri­se der kapi­ta­lis­ti­schen Pro­duk­ti­ons­be­zie­hun­gen. Der Auf­schub konn­te nicht genutzt wer­den, um die Däm­me zu repa­rie­ren. Die Ris­se haben sich ver­grö­ßert. Und durch sie begann die Flut der Welt­re­vo­lu­ti­on wie­der zu strö­men. Sie bleibt die bes­te Chan­ce – in der Tat die ein­zi­ge –, um den Drit­ten Welt­krieg zu ver­mei­den. Die Mensch­heit kann nur durch die Schaf­fung einer ver­nünf­ti­gen Kon­trol­le über inter­na­tio­na­le und inlän­di­sche Ange­le­gen­hei­ten, d. h. durch die Besei­ti­gung von Kon­flik­ten und Kon­kur­renz zwi­schen Klas­sen und Natio­nen vor der Ver­nich­tung geret­tet wer­den. Und nur eine demo­kra­ti­sche sozia­lis­ti­sche Welt­fö­de­ra­ti­on kann die­ses Ziel erreichen.


End­no­ten

* [Die­ser Text ist erst­mals in deut­scher Spra­che unter der Über­schrift „Das Erbe“ als 18. Kapi­tel von Ernest Man­del, Der Zwei­te Welt­krieg, Frank­furt a. M. 1991, S. 166-172 erschie­nen. (Im Ori­gi­nal in Eng­lisch: The Mea­ning of the second world war, Lon­don 1986.) Wir haben die Erst­über­set­zung für die hier vor­lie­gen­de Wie­der­ver­öf­fent­li­chung revi­diert. H. N., 21. März 2026.]

1 Über die­sen Gegen­stand, sie­he Ernest Man­del, Der Spät­ka­pi­ta­lis­mus, Frank­furt a. M. 1972, und Die lan­gen Wel­len im Kapi­ta­lis­mus, Frank­furt a. M. 1983.

2 Man soll­te nicht ver­ges­sen, dass wäh­rend der drei­ßi­ger Jah­re die Indus­trie­pro­duk­ti­on oder der durch­schnitt­li­che Real­lohn vie­ler euro­päi­scher Län­der unter dem Niveau von 1913 war.

3 Wäh­rend der Bom­bar­die­rung von Indo­chi­na durch die ame­ri­ka­ni­schen Luft­streit­kräf­te von 1964-1973 wur­de eine mehr als drei­mal höhe­re Zer­stö­rungs­kraft ein­ge­setzt als im gesam­ten Zwei­ten Welt­krieg in Euro­pa und Asi­en sowie wäh­rend des Korea­kriegs, näm­lich 7,5 Mil­lio­nen Ton­nen Bom­ben ein­schließ­lich 400.000 Ton­nen Napalm.

4 Laut Amnes­ty Inter­na­tio­nal wird die Fol­ter heut­zu­ta­ge regel­mä­ßig in mehr als fünf­zig Län­dern prak­ti­ziert (und ist dort institutionalisiert).

5 Joseph Schum­pe­ter, Zur Sozio­lo­gie der Impe­ria­lis­men, Tübin­gen 1919.

6 Sie­he z. B. Fried­rich A. Hay­ek, Der Weg zur Knecht­schaft, Erlen­bach bei Zürich 1945. (Im Ori­gi­nal in Eng­lisch: The Road to Serf­dom, Lon­don 1944.)

7 Das war natür­lich unver­meid­lich gewor­den auf­grund des vom Zwei­ten Welt­krie­ges ange­rich­te­ten, nicht wie­der­gut­zu­ma­chen­den Scha­dens im Bereich der Finan­zen, der Han­dels­ma­ri­ne und der Flot­te des bri­ti­schen Impe­ria­lis­mus. In einem sehr ein­drucks­vol­len Doku­ment (zitiert von Micha­el Howard, Grand Stra­tegy, Vol. IV, Lon­don 1972, S. 632-636) erklär­ten die bri­ti­schen Behör­den im März 1943, dass „wäh­rend sich die Schiff­fahrt der Ver­ein­ten Natio­nen erholt und die­se Ent­wick­lung wahr­schein­lich anhält, sich die Lage für die bri­ti­schen Ein­fuh­ren dau­ernd ver­schlech­tert“. 1937 führ­te Groß­bri­tan­ni­en nahe­zu fünf Mil­lio­nen Ton­nen monat­lich ein. Die­se Zahl fiel Ende 1940 und Anfang 1941 auf zweiund­ein­halb Mil­lio­nen Ton­nen, im Som­mer 1942 auf zwei Mil­lio­nen Ton­nen und zwi­schen Novem­ber 1942 und Febru­ar 1943 auf ein­ein­vier­tel Mil­lio­nen. 1941 waren die Vor­rä­te an Lebens­mit­teln und Roh­ma­te­ria­li­en außer Erd­öl auf vier Mil­lio­nen Ton­nen über dem Mini­mum-Sicher­heits­ni­veau auf­ge­stockt wor­den. Im April 1943 waren sie eine Mil­li­on Ton­nen unter­halb des äußers­ten Mini­mums. Und die Finanz­si­tua­ti­on war noch schlim­mer. Der bri­ti­sche Aus­lands­be­sitz war prak­tisch liqui­diert wor­den. Sei­ne Dol­lar­bi­lanz lag unter einer Mil­li­ar­de Dollar.

8 Ernest Man­del, The Second Slump (3. Auf­la­ge), Lon­don 1986. (Ori­gi­nal in Deutsch: Ende der Kri­se oder Kri­se ohne Ende?, Ber­lin 1977.)

9 Über die Nach­kriegs-Streik­wel­le in den USA, sie­he Jere­my Bre­cker, Streiks und Arbei­ter­re­vol­ten, Frank­furt a. M. 1975.

10 Vgl. Ernest Man­del, Die lan­gen Wel­len im Kapi­ta­lis­mus, Frank­furt a. M. 1983.

11 Das Ende des bri­ti­schen Empire in Indi­en stellt eine kla­re Bestä­ti­gung von Ple­cha­nows Anwen­dung des his­to­ri­schen Mate­ria­lis­mus auf die Fra­ge der Rol­le des Indi­vi­du­ums in der Geschich­te dar. Er behaup­tet, dass wenn die his­to­ri­sche Not­wen­dig­keit (das Klas­sen­in­ter­es­se) für einen bestimm­ten Per­sön­lich­keits­typ erscheint, die Ereig­nis­se ihn auch schaf­fen, ja ver­schie­de­ne davon schaf­fen werden.

Um den Rück­zug aus Indi­en mög­lichst glatt von­stat­ten­ge­hen zu las­sen, hat­te der bri­ti­sche Impe­ria­lis­mus nicht nur einen lin­ken „Labour Lord“, Spross einer adli­gen Fami­lie und Freund Neh­rus und Gan­dhis – Sir Staf­ford Cripps – zur Ver­fü­gung, son­dern sogar einen Spross der könig­li­chen Fami­lie, Lord Mount­bat­ten. Der eng­li­sche His­to­ri­ker David Can­na­di­ne fasst sei­ne Rol­le recht prä­zi­se zusam­men: „Sei­ne fort­schritt­li­chen Ansich­ten, sei­ne Erfah­run­gen öst­lich von Suez und sei­ne engen Bezie­hun­gen zum König selbst mach­ten ihn zum idea­len Mann, die bri­ti­sche Herr­schaft über Indi­en 1947 zu been­di­gen. […] Als er gebo­ren wur­de, saß noch Köni­gin Vic­to­ria auf dem Thron, das bri­ti­sche Welt­reich war das größ­te, das die Welt je gese­hen hat, und das Pfund war nicht nur 20 Schil­lin­ge, son­dern auch fünf Dol­lar wert. Als er starb, resi­dier­te Frau That­cher in der Dow­ning Street, die bri­ti­sche Mari­ne war nur noch ein Schat­ten ihrer Ver­gan­gen­heit, das bri­ti­sche Empire hat­te sich in das Com­mon­wealth auf­ge­löst und das Pfund war weni­ger als zwei Dol­lar wert.“


Aus Theo­rie­bei­la­ge Avan­ti² Rhein-Neckar April 2026
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