Mili­ta­ris­mus, Auf­rüs­tung, Krieg - wohin führt die Logik des kapi­ta­lis­ti­schen Klassenkampfs?

ISO-Info­abend am 22. April 2022

 

Der ver­bre­che­ri­sche Über­fall der rus­si­schen Mili­tär­macht auf die Ukrai­ne for­dert immer mehr Opfer. Die „west­li­che Wer­te­ge­mein­schaft“ lie­fert zuneh­mend mehr Kriegs­ge­rät und Muni­ti­on an die Ukrai­ne und trägt ihrer­seits zur gefähr­li­chen wei­te­ren Eska­la­ti­on des Kon­flikts bei.

In Deutsch­land befin­den sich Kriegs­trei­ber sowohl auf der poli­ti­schen als auch der media­len Ebe­ne im Angriffs­mo­dus. Kurz vor Ostern hat Kanz­ler Scholz die Frei­ga­be wei­te­rer 2 Mrd. € für die Auf­rüs­tung der Bun­des­wehr und vor allem der Ukrai­ne bekannt gege­ben. Außer Berufspolitiker:innen über­bie­ten sich auch Journalist:innen, Kul­tur­schaf­fen­de und sogar Kir­chen­leu­te mit mili­ta­ris­ti­schem Geschrei und ver­teu­feln die Anti­kriegs­be­we­gung etwa als „5. Kolon­ne Moskaus“.

Zwei­fels­oh­ne gebührt jedoch H. Münk­ler, Pro­fes­sor für „poli­ti­sche Theo­rie“, bis­her die Kro­ne in die­sem zyni­schen Wett­be­werb. In der FAZ vom 16.03.2022 schrieb er, dass die USA und „Groß“britannien eini­ge ihrer Atom-U-Boo­te dem Befehl des ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten Selen­skyj hät­ten unter­stel­len sol­len. Dann wäre der Ukrai­ne die Andro­hung eines ato­ma­ren Gegen­schlags gegen Putins Russ­land mög­lich gewesen.

Da müs­sen selbst Politiker:innen wie Baer­bock, Habeck, Hof­rei­ter & Co. ihre laut­stark erho­be­ne For­de­rung nach der Lie­fe­rung „schwe­rer Waf­fen“ an die Ukrai­ne noch ein klein wenig aufrüsten.

Die Akti­en­kur­se von Waf­fen­schmie­den wie Rhein­me­tall und Hen­soldt sind seit Kriegs­be­ginn um 117,3 bzw. 101,8 % gestie­gen, die Prei­se für Wei­zen um 27,1 % (FAZ vom 16.04.22). Die offi­zi­ell bekannt­ge­ge­be­ne Stei­ge­rung der Ver­brau­cher­prei­se wird für März 2022 mit 7,3 % ange­ge­ben. Ein Ende der Beu­tel­schnei­de­rei ist jedoch nicht in Sicht.

Sprach­roh­re der herr­schen­den Klas­se ver­kün­den unent­wegt, das „wir“ durch die Kriegs­fol­gen „alle ärmer“ wür­den. Da kön­nen wir nur sagen, das ist zumin­dest für vie­le Mil­lio­nen schon längst Rea­li­tät. Aber offen­bar wol­len sie uns auf noch mehr Armut und noch mehr Maul­hal­ten vorbereiten.

Wir möch­ten gemein­sam mit Euch am FR, den 22.04.2022, um 19:00 Uhr über Fra­gen wie die­se dis­ku­tie­ren: Wohin führt uns die Logik des kapi­ta­lis­ti­schen Klas­sen­kampfs von oben? Und: Was kön­nen wir am bes­ten dage­gen tun?

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