Hybri­der Info­abend am Frei­tag, 19. Juni 2026, 19:00 Uhr

Pro­fi­te statt Gesundheit?“

 

Ein Eck­punkt des sozi­al­po­li­ti­schen Gene­ral­an­griffs von Merz/Klingbeil & Kapi­tal auf die sozia­len Siche­rungs­sys­te­me ist die beab­sich­tig­te „Gesund­heits­re­form“. Das am 29. April 2026 vom Kabi­nett beschlos­se­ne „GKV-Bei­trags­satz­sta­bi­li­sie­rungs­ge­setz“ droht, die bereits pro­ble­ma­ti­sche Gesund­heits­ver­sor­gung noch mehr zu rui­nie­ren und „markt­kon­form“ zuzurichten.

ISO-Transparent auf der Antikriegsdemo am 5. März 2022 in Mannheim. (Foto: Avanti².)

ISO-Trans­pa­rent auf der Anti­kriegs­de­mo am 5. März 2022 in Mann­heim. (Foto: Avanti².)

Von Merz wird die­ses gesund­heits- und sogar lebens­ge­fähr­den­de Vor­ha­ben als „eine der größ­ten Sozi­al­staats­re­for­men der letz­ten Jahr­zehn­te“ gelobt. Die­se „Reform“ greift jedoch direkt die Ver­si­cher­ten sowie die Beschäf­tig­ten in Kli­ni­ken, Pfle­ge und gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen an.

Geplant sind unter ande­rem höhe­re Zuzah­lun­gen zu Medi­ka­men­ten und Heil­mit­teln, Ein­schrän­kung der kos­ten­lo­sen Fami­li­en­mit­ver­si­che­rung, Teil­krank­schrei­bun­gen, eine Decke­lung der Kran­ken­haus- und Pfle­ge­bud­gets, die Fest­le­gung einer Ober­gren­ze für die staat­li­che Refi­nan­zie­rung von Tarif­er­hö­hun­gen und damit Ein­grif­fe in die Tarif­au­to­no­mie sowie eine Begren­zung der Ver­wal­tungs­kos­ten der gesetz­li­chen Krankenkassen.

Die Fol­gen sind abseh­bar und von der Regie­rung gewollt. Wenn dem Sys­tem weni­ger Geld zur Ver­fü­gung steht, führt dies unmit­tel­bar zu noch gerin­ge­ren Leis­tun­gen der gesetz­li­chen Kas­sen. Die Kür­zun­gen im Kran­ken­haus­be­reich füh­ren zu schlech­te­ren Arbeits­be­din­gun­gen, weni­ger Per­so­nal und bedro­hen die Exis­tenz der Kran­ken­häu­ser und die Gesund­heit der Patient:innen.

Für Merz, Kling­beil & Co ist Gesund­heit kein Grund- und Men­schen­recht, son­dern einer­seits ein Kos­ten­fak­tor. Des­halb wol­len sie die gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung eben­so wie die Ren­te und die Pfle­ge zu einer Grund­si­che­rung zurecht­stut­zen. Wer „mehr“ und „bes­se­res“ will, soll sich pri­vat ver­si­chern und den „Gesundheits“-Konzernen noch höhe­re Pro­fi­te und noch mehr Anla­ge­mög­lich­kei­ten schaffen.

Mit einer ver­deck­ten „Agen­da 2030“ will die Bun­des­re­gie­rung die Schlei­fung sozia­ler und tarif­po­li­ti­scher Errun­gen­schaf­ten durch­set­zen. So sol­len „Wett­be­werbs­fä­hig­keit“ und „Kriegs­tüch­tig­keit“ gestärkt und die Auf­rüs­tung finan­ziert wer­den. Vor allem die Gewerk­schaf­ten müss­ten end­lich die­sen Gene­ral­an­griff mit wirk­sa­men Taten bekämpfen.

Am 10. Juni gab es einen ers­ten bun­des­wei­ten Pro­test­tag gegen die „Gesund­heits­re­form“. Am 25. Juni soll auch in Mann­heim ein wei­te­rer fol­gen (Demo, 18 Uhr ab Schloß). 

Wir fra­gen, wie es gelin­gen kann, die not­wen­di­ge Gegen­wehr zu ent­wi­ckeln und wel­che sozi­al­po­li­ti­schen Alter­na­ti­ven jetzt erfor­der­lich sind.


Wir freu­en uns auf Eure Anmel­dung bei den Euch bekann­ten ISO-Genoss:innen oder per Mail.

Bit­te mel­det Euch auch für die Prä­senz­teil­nah­me ver­bind­lich an, da die Zahl der Sitz­plät­ze sehr begrenzt ist. 

Sofern Ihr online teil­neh­men wollt, erhal­tet Ihr die Zugangs­da­ten nach Eurer Anmeldung.

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