Widerstand gegen Regierungspläne jetzt!
M. G.
Die Regierung Merz/Klingbeil will den 8-Stundentag abschaffen und eine wöchentliche Höchstarbeitszeit von 48 Stunden einführen. Auch in anderen EU-Ländern gibt es ähnliche Pläne.

Aufkleber “§0-Stundenwoche”.
Hinter dieser menschenverachtenden Kampagne stehen Kapitalinteressen. Arbeitszeiten sollen noch mehr entgrenzt und flexibilisiert werden. Dies sieht auch die „EU-Arbeitszeitrichtlinie“ vor. Sie „begrenzt“ die Wochenarbeitszeit auf 48 Stunden – jedoch nicht direkt die tägliche Arbeitszeit. Lediglich eine tägliche ununterbrochene Ruhezeit von mindestens elf Stunden ist vorgesehen. Arbeitstage kön- nen demzufolge bis zu zwölf Stunden und 15 Minuten lang sein.
Das ist krimineller Irrsinn. Lange Arbeitszeiten haben eine erhöhte Gefährdung der Gesundheit und des Lebens von Beschäftigten zur Folge. Zudem geschehen mehr Fehler, je länger die Arbeit dauert.
Angesichts des massiven Abbaus von Arbeits- und Ausbildungsplätzen durch Digitalisierung, Rationalisierung, Verlagerun- gen und Werksschließungen ist eine Verkürzung der täglichen und der Wochen- arbeitszeit bei vollem Lohn- und Personalausgleich erforderlich.
Der 8-Stundentag ist eine historische Errungenschaft der Arbeiterbewegung. Bereits in den 1810er Jahren formulierte der Sozialist Robert Owen die Losung: „Acht Stunden arbeiten, acht Stunden schlafen und acht Stunden Freizeit und Erholung.“ In Deutschland konnte der 8-Stundentag erstmals dank der Novemberrevolution 1918 durchgesetzt werden.
Gegen die Angriffe von Kapital & Politik auf den 8-Stundentag müssen die Gewerkschaften spürbaren Widerstand organisieren. Nur wer kämpft, kann gewinnen!
