Protest gegen Naziaufmarsch in Weinheim
H. S.
Einmal mehr sind Neonazis der NPD Rhein-Neckar gemeinsam mit der „Kameradschaft Zweibrücken“ am 8. Mai, dem Tag der Kapitulation des Hitlerregimes 1945 in Weinheim aufmarschiert. Sie wollten am faschistischen Kriegerdenkmal ihrer „Helden“ gedenken.

Kundgebung gegen Nazi-Provokation in Weinheim, 8. Mai 2026. (Foto: H. S.)
Nachdem der Aufmarsch im Vorfeld bekannt geworden war, protestierten ca. 600 Menschen vor dem Kriegerdenkmal gegen die Nazi-Provokation. Es gab dabei unterschiedliche Aktionsformen.
Das überparteiliche Weinheimer Bündnis „Weinheim bleibt bunt!“ organisierte unter dem Motto „Mit Kunst und Kultur gegen Hass und Hetze“ eine Gegenkundgebung mit vielen Reden und Musikbeiträgen.
Vor allem die Mannheimer und die Heidelberger Antifa stellten sich den insgesamt 18 Nazis direkt in den Weg. Trotz eines Großaufgebots der Polizei erzwangen sie mit einer Straßenblockade zumindest eine andere Demoroute des Nazihäufleins.
Erfreulich war, dass das Bündnis „Weinheim bleibt bunt!“ und die Antifa-Gruppen auch diesmal kooperierten. Es ist deshalb nicht zu gegenseitigen Distanzierungen gekommen, wie dies früher schon mehrmals passiert war. Schließlich braucht es eine breite antifaschistische Front aller demokratischen Kräfte, die sich den neuen Faschisten und dem Rechtsruck der aktuellen Politik entgegenstellen.
