Nein zum mör­de­ri­schen Kriegsgeschäft

But­ter statt Bomben!

 

U. D.

Am 28. Febru­ar 2026 haben die USA und Isra­el den Iran völ­ker­rechts­wid­rig ange­grif­fen. Damit wird der welt­wei­te Kampf um Roh­stof­fe, Märk­te und Vor­macht wei­ter auf­ge­heizt. Ohne diplo­ma­ti­sche Schön­fär­be­rei wird das „Recht des Stär­ke­ren“ durch­ge­setzt. Wenn poli­tisch-öko­no­mi­scher Druck nicht aus­reicht, dann eben mit krie­ge­ri­schen Mitteln.

DGB-Demo in Mannheim, 1. Mai 2025. (Foto: Helmut Roos.)

DGB-Demo in Mann­heim, 1. Mai 2025. (Foto: Hel­mut Roos.)

Direkt oder indi­rekt betei­ligt an die­sem impe­ria­lis­ti­schen Welt-Kon­flikt sind alle wich­ti­gen kapi­ta­lis­ti­schen Zen­tren und Groß­mäch­te. An vor­ders­ter Stel­le die USA, Russ­land, Chi­na und die EU.

Ver­lie­rer und Opfer die­ser mör­de­ri­schen Poli­tik sind die arbei­ten­den Klas­sen. Sie bezah­len die Auf­rüs­tung mit Ver­schlech­te­run­gen ihrer Lebens-, Arbeits- und Sozi­al­stan­dards und lei­den im Krieg unter Bom­ben, Zer­stö­rung, Ver­trei­bung und Tod.

Vie­le Kriegs-Profiteure
Laut dem Stock­hol­mer Frie­dens­for­schungs­in­sti­tut SIPRI erziel­ten die 100 größ­ten Rüs­tungs­kon­zer­ne 2024 einen Gesamt­um­satz von 679 Mil­li­ar­den US-Dol­lar. Allein Lock­heed Mar­tin 64,65 Mil­li­ar­den. Rhein­me­tall stei­ger­te sei­nen Umsatz um 47 % auf 8,24 Mil­li­ar­den. Im aktu­el­len Irankrieg wur­den bis­her Waf­fen im Wert von dut­zen­den Mil­li­ar­den Euro ein­ge­setzt. Die Wie­der­be­schaf­fung füllt die Auf­trags­bü­cher der Rüs­tungs­kon­zer­ne. Rüs­tung ist ein Mords­ge­schäft. Dar­um sprin­gen immer mehr zivi­le Unter­neh­men auf den pro­fi­ta­blen Rüs­tungs­zug auf.

Die Öl-Kon­zer­ne Shell, BP, Che­vron, Exxon­Mo­bil und Total-Ener­gies mach­ten seit dem rus­si­schen Ein­marsch in die Ukrai­ne über 281 Mil­li­ar­den US-Dol­lar Gewinn. Exxon­Mo­bil und BP ver­buch­ten 2022 den größ­ten Gewinn ihrer Fir­men­ge­schich­ten. Allein 2023 schüt­te­ten die­se fünf 111 Mil­li­ar­den Divi­den­den aus.

Auch die ult­ra­rei­chen Tech-Mil­li­ar­dä­re pro­fi­tie­ren. Ama­zon, Goog­le und Micro­soft schlos­sen 2021 das Pro­jekt Nim­bus ab: Sie kas­sie­ren 1,2 Mil­li­ar­den US-Dol­lar für Cloud- und KI-Diens­te des israe­li­schen Mili­tärs. Palan­tir lie­fer­te die Soft­ware zur Ziel- iden­ti­fi­ka­ti­on in Gaza und steu­ert in der Ukrai­ne über Meta­Con­stel­la­ti­on einen Groß­teil des „Tar­ge­tings“. Musks SpaceX taucht erst­mals in der SIPRI-Rüs­tungs­lis­te auf.

Nach dem Angriff durch Isra­el und die USA hat der Iran als Gegen­maß­nah­me die Stra­ße von Hor­mus weit­ge­hend gesperrt. Durch die­se Meer­enge wer­den rund 20 % des welt­wei­ten Ölver­brauchs und 20 % des welt­wei­ten Flüs­sig­ga­ses ver­schifft. Die „Ver­knap­pung“ von Roh­öl und Gas haben die Öl- und Ener­gie­kon- zer­ne sofort für sich genutzt und die Prei­se mas­siv erhöht. Der Staat kas­siert durch gestie­ge­ne Ver­brauchs­steu­er­ein­nah­men mit.

Wer zahlt für Krieg und Krise?
Kapi­tal und Regie­rung haben längst ent­schie­den, wer Krieg, Auf­rüs­tung und Kri­se bezah­len soll: die arbei­ten­de Klasse.

So plant die CDU/C­SU/SPD-Regie­rung wei­te­re umfang­rei­che Angrif­fe auf die Sozi­al­sys­te­me. Die Arbeits­welt soll zu Guns­ten der Unter­neh­men noch fle­xi­bler wer­den. Demo­kra­ti­sche Rech­te wer­den wei­ter ein­ge­schränkt, Poli­zei­ge­set­ze ver­schärft und Über­wa­chungs­me­tho­den ausgeweitet.

Gleich­zei­tig wer­den hun­der­te Mil­li­ar­den Euro für Rüs­tung und Kriegs­in­fra­struk­tur ver­schwen­det. Kon­zer­ne ver­nich­ten hun­dert­tau­sen­de Arbeits- und Aus­bil­dungs­plät­ze und kas­sie­ren wei­ter­hin Mil­li­ar­den-Gewin­ne. Selbst in Kri­sen­zei­ten wer­den die Super­rei­chen immer reicher.

Dies alles ist kein Zufall, son­dern Ergeb­nis einer knall­har­ten Klas­sen­po­li­tik im Inter­es­se des Kapi­tals. Eine Poli­tik, die Pro­fit vor Men­schen stellt.

Wider­set­zen statt Wegschauen
Die Land­tags­wah­len in Baden-Würt­tem­berg und Rhein­land-Pfalz haben gezeigt, dass sich der gesell­schaft­li­che Rechts­ruck fort­setzt. Das stärkt die neo­li­be­ra­len, liber­tä­ren und faschis­ti­schen Kräf­te. Die­se Ent­wick­lung droht, den poli­ti­schen Spiel­raum der Lin­ken, der sozia­len Bewe­gun­gen und der Gewerk- schaf­ten noch wei­ter ein­zu­en­gen. Zudem wächst so die Gefahr, dass auf allen gesell­schaft­li­chen Ebe­nen die Angrif­fe auf Men­schen und Orga­ni­sa­tio­nen, die sich für die Ver­tei­di­gung demo­kra­ti­scher wie sozia­ler Grund­rech­te enga­gie­ren, ver­schärft werden.

Aber in vie­len Städ­ten und Gemein­den, in Schu­len und Uni­ver­si­tä­ten, in Initia­ti­ven und Ver­ei­nen, in Betrie­ben und Gewerk­schaf­ten regen sich Pro­test und Wider­stand gegen die sozia­len, öko­lo­gi­schen und mili­tä­ri­schen Fol­gen die­ser Poli­tik. Die ISO Rhein-Neckar ist ein akti­ver Teil davon. Sie tritt dafür ein, dass Pro­test und Wider­stand in einer gemein­sa­men Soli­da­ri­schen Front ver­netzt werden.

Ste­hen wir gemein­sam auf gegen die Bedro­hung unse­rer Exis­tenz durch die Kriegs­trei­ber! Strei­ten wir für eine Gesell­schaft ohne Aus­beu­tung, Unter­drü­ckung und Krieg!

Aus Avan­ti² Rhein-Neckar April 2026
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