Sozia­ler Wider­stand – kei­ne fer­ne Utopie?

Herbst­se­mi­nar der ISO Rhein-Neckar am Sams­tag, 14. Novem­ber 2026, um 13:30 Uhr in Mannheim

 

O. R.

Seit Jah­ren sind wir immer wei­te­ren Angrif­fen und Kri­sen aus­ge­setzt. Sie haben sich in der letz­ten Zeit rasant beschleu­nigt und ver­schärft. Wir sind gera­de gut genug, um unse­re Arbeits­kraft zu geben für die Pro­fi­te der Rei­chen, um zu ster­ben in ihren Krie­gen, um die Last ihrer maß­lo­sen Pro­duk­ti­on und Extrak­ti­on in immer neu­en „Natur“-Katastrophen zu tragen.

Roter Holzteufel in Hölle, 03.04.2018. (Foto: Avanti²)

Roter Holz­teu­fel in Höl­le, 03.04.2018. (Foto: Avanti²)

Doch immer mehr Men­schen machen deut­lich: Es reicht uns! Das las­sen wir nicht mehr mit uns machen. Im Ver­gleich zu der Bewe­gung in Frank­reich, aber auch zu den geplan­ten Gene­ral­streiks in Spa­ni­en und Ita­li­en, sind die Ansät­ze einer Gegen­wehr in Deutsch­land noch zar­te Pflänz­chen. Doch das muss nicht so bleiben.
Des­we­gen wid­men wir uns in unse­rem dies­jäh­ri­gen Herbst­se­mi­nar in zwei Blö­cken der Fra­ge, wie ein brei­ter sozia­ler Wider­stand auf­ge­baut wer­den kann.

1. Vom Pro­test zum Wider­stand
In der Geschich­te der Klas­sen­kämp­fe gab es immer wie­der Pro­tes­te gegen die Unter­drü­ckung und Aus­beu­tung durch die Herr­schen­den. Manch­mal wur­den dar­aus breit getra­ge­ne Wider­stands­be­we­gun­gen. Wor­an macht sich der Unter­schied zwi­schen Pro­test und Wider­stand fest? In wel­chen geschicht­li­chen Situa­tio­nen wur­de Pro­test erfolg­reich in Wider­stand über­setzt? Wie orga­ni­sier­ten Men­schen den Wider­stand? Und wie wider­setz­ten sie sich dem herr­schen­den System?

2. Sozia­ler Wider­stand heute
Aus his­to­ri­schen Bei­spie­len lässt sich vie­les Ler­nen. Wir kön­nen sie aber nicht ein­fach kopie­ren. So befas­sen wir uns im zwei­ten Block damit, wel­che Bedin­gun­gen wir heu­te vor­fin­den: Wel­che poli­ti­schen, sozia­len, wirt­schaft­li­chen und öko­lo­gi­schen Ent­wick­lun­gen erle­ben wir? Wo regt sich bereits Pro­test? Und wel­che Per­so­nen­grup­pen könn­ten wir für eine brei­te soli­da­ri­sche Front gewinnen?

Schließ­lich gehört zum Wider­stand aber auch eine Per­spek­ti­ve: Was kön­nen wir rea­lis­tisch gese­hen mit wel­chen Metho­den und Pro­test­for­men errei­chen? Auf wel­che gesell­schaft­li­che Alter­na­ti­ve zum Kapi­ta­lis­mus arbei­ten wir hin?

Dabei set­zen wir uns nicht zuletzt mit der welt­wei­ten Mili­ta­ri­sie­rung und dem Kon­zept der sozia­len Ver­tei­di­gung aus­ein­an­der, das mit der Kriegs­lo­gik zu bre­chen verspricht.

Gemein­sa­mer Aus­tausch
Auf unse­rem Semi­nar haben wir aus­rei­chend Zeit zu dis­ku­tie­ren, nach­zu­fra­gen und zu über­le­gen, wie wir die Inhal­te auf unse­re kon­kre­te Situa­ti­on im Betrieb, in der Nach­bar­schaft, im Ver­ein, in unse­rem Lebens­um­feld bezie­hen können.
Mit Kurz­fil­men und Musik wol­len wir uns auch kul­tu­rell ver­schie­de­nen Pro­tes­ten und Wider­stands­be­we­gun­gen annä­hern und uns inspi­rie­ren lassen.

Wir freu­en uns sehr auf Eure Teil­nah­me und bit­ten aus orga­ni­sa­to­ri­schen Grün­den um ver­bind­li­che Anmeldung.


Semi­nar­in­fos

Ort: Mann­heim

Datum: Sams­tag, 14. Novem­ber 2026, Beginn um 13:30 Uhr, Ende um ca. 18:30 Uhr.

Anmel­dung Direkt bei unse­ren Akti­ven oder per E-Mail.


Aus Avan­ti² Rhein-Neckar Novem­ber 2026
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