Was tun gegen die AfD?

Soli­da­ri­tät ohne Gren­zen

 

2017 fin­den ver­schie­de­ne Wah­len statt. Es kommt dar­auf an, den Auf­wärts­trend der AfD durch eine anti­ka­pi­ta­lis­ti­sche Poli­tik zu bre­chen, damit die Unter­stüt­zung für die Ras­sis­ten durch gewerk­schaft­lich Orga­ni­sier­te und ärme­re Schich­ten der Bevöl­ke­rung gestoppt wird.
Dabei kann es nicht nur dar­um gehen, der AfD mit dem Stimm­zet­tel eine Abfuhr zu ertei­len. Auch eine Betei­li­gung der Par­tei Die Lin­ke an Koali­ti­ons­re­gie­run­gen mit SPD und Grü­nen wird kei­ne grund­le­gen­de Wen­de zum Bes­se­ren ein­lei­ten. Eher sorgt sie dafür, dass sich wei­te­re Wäh­ler­schich­ten von der Poli­tik ab-  oder gar der AfD zuwen­den.

Wir kön­nen der AfD nicht das Was­ser abgra­ben, ohne zugleich den neo­li­be­ra­len Kurs der Gro­ßen Koali­ti­on zu bekämp­fen, die den kapi­ta­lis­ti­schen Kon­kur­renz­kampf in alle Berei­che der Gesell­schaft trägt.
Wir set­zen uns des­halb ein für eine radi­ka­le Umver­tei­lung des gesell­schaft­li­chen Reich­tums von oben nach unten, für die Rück­nah­me der Pri­va­ti­sie­run­gen und den mas­si­ven Aus­bau der maro­den öffent­li­chen Infra­struk­tur, für ein sank­ti­ons­frei­es Exis­tenz­mi­ni­mum, die Anhe­bung des Min­dest­lohns und eine dras­ti­sche Arbeits­zeit­ver­kür­zung bei vol­lem Lohn- und Per­so­nal­aus­gleich.

Wir beto­nen dabei die Ver­tei­di­gung der Flücht­lin­ge und Migran­tIn­nen. War­um offe­ne Gren­zen nur für das Kapi­tal und nicht auch für Arme und Men­schen in Not? Wir tre­ten ent­schie­den dafür ein, dass alle Men­schen glei­che Rech­te haben.
Im Kampf gegen Rechts unter­stüt­zen wir alle Bünd­nis­se und Initia­ti­ven, die auf eine brei­test mög­li­che Ein­heit aller anti­fa­schis­ti­schen Kräf­te ori­en­tie­ren. Dabei muss es eine­Viel­zahl von Akti­ons­for­men geben kön­nen (Demos, Blo­cka­den u.a.).
Da staat­li­che Orga­ne erfah­rungs­ge­mäß in viel­fa­cher Wei­se mit rech­ten Par­tei­en ver­bun­den sind, ste­hen für uns in ers­ter Linie der soli­da­ri­sche Selbst­schutz und die prak­ti­sche Ver­tei­di­gung der von Ras­sis­ten bedroh­ten Men­schen im Vor­der­grund.

Dem in der arbei­ten­den Klas­se ver­brei­te­ten, ras­sis­ti­schen und natio­na­lis­ti­schen Gift kann nur durch eine Klas­sen­po­li­tik von unten wirk­sam ent­ge­gen­ge­wirkt wer­den. Des­halb unter­stüt­zen wir gemein­sa­me Kämp­fe von Flücht­lin­gen, Migran­tIn­nen, pre­kä­ren und nicht-pre­kä­ren Lohn­ab­hän­gi­gen.

Deren gemein­sa­men Aktio­nen kön­nen die Gewerk­schaf­ten auf Trab brin­gen und die eta­blier­te Poli­tik unter Druck set­zen. Nur so gemein­sam kön­nen wir soli­da­ri­sche Lösun­gen und grund­le­gen­de Ver­bes­se­run­gen der sozia­len Lage durch­set­zen.
Gegen rechts braucht es eine brei­te außer­par­la­men­ta­ri­sche Bewe­gung, die ent­schie­den gegen die Spal­tung der arbei­ten­den Klas­se und für deren gemein­sa­me sozia­le Inter­es­sen ein­tritt. Eine Bewe­gung für Soli­da­ri­tät, die kei­ne Gren­zen kennt!

Text aus dem Flug­blatt der ISO zum AfD-Par­tei­tag am 22. April 2017 in Köln.

aus der Rhein-Neckar Bei­la­ge zur Avan­ti Juli/August 2017.
Tagged , . Bookmark the permalink.