Ohne Streik wird sich nichts ändern!

Sozi­al­ab­bau und Auf­rüs­tung Stoppen!

 

Flug­blatt der ISO Rhein-Neckar

Mit ihrem Gene­ral­an­griff auf die sozia­len Siche­rungs­sys­te­me ver­schärft die Regie­rung Merz/Klingbeil die enor­me Ungleich­heit noch mehr. Die Abbau­po­li­tik von Kon­zer­nen zer­stört jeden Monat tau­sen­de Arbeits- und Aus­bil­dungs­plät­ze. Die Pro­fi­te der Kon­zer­ne blei­ben eben­so unan­ge­tas­tet wie die Ver­mö­gen der Rei­chen und Hyper­rei­chen. Die Armut wächst hin­ge­gen wei­ter. Wo bleibt da der gewerk­schaft­li­che Widerstand?

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Die Zie­le der Regie­rung Merz/Klingbeil wer­den immer kla­rer. Ihre „Agen­da 2030“ bedeu­tet einer­seits noch mehr Auf­rüs­tung und dadurch immer mas­si­ve­ren Sozi­al­ab­bau. Sie greift radi­kal Arbeits­ge­set­ze und Tarif­ver­trä­ge an. Sie führt zu noch weni­ger Asyl­recht und noch mehr Ras­sis­mus. Ande­rer­seits hat sie wei­te­re Ent­las­tun­gen für Unter­neh­men und noch mehr Vor­tei­le für Hyper­rei­che zur Folge.

Statt Pro­fi­te für weni­ge gutes Leben für alle?
Kurz­um: Es geht um den bis­her mas­sivs­ten Angriff auf die Sozi­al­sys­te­me, die Gewerk­schaf­ten und die arbei­ten­de Klas­se. Die­se Poli­tik ord­net Arbeit, Leben und Umwelt eis- kalt den kurz­fris­ti­gen Pro­fit­in­ter­es­sen des Kapi­tals unter.

Staat­li­che Sozi­al­leis­tun­gen sol­len nur noch eine „Grund­ver­sor­gung“ bie­ten. Wer mehr will, muss pri­vat vor­sor­gen. Das Gesund­heits­sys­tem etwa wird mas­siv wei­ter zer­stört. Statt des Aus­baus der Prä­ven­ti­on auch in der Arbeits­welt und einer all­ge­mei­nen Daseins­vor­sor­ge gefähr­det die Regie­rungs­po­li­tik zuneh­mend Gesund­heit und Leben der gro­ßen Mehrheit.

Der mas­si­ve Abbau von Arbeits­plät­zen in der Auto­in­dus­trie und ande­ren Bran­chen kann nur durch eine umfas­sen­de Arbeits­zeit­ver­kür­zung bei vol­lem Lohn- und Per­so­nal­aus­gleich ver­hin­dert wer­den. Statt­des­sen flan­kiert die Regie­rung die bru­ta­le Kon­zern­po­li­tik mit der Aus­wei­tung pre­kä­rer Beschäf­ti­gung auf vier Jah­re. Zudem will sie die his­to­ri­sche Errun­gen­schaft des 8-Stun­den­tags abschaf­fen und Arbeits­zei­ten von 13 Stun­den am Tag ermöglichen.

Kano­nen statt Butter?
Wie schon bei der „Agen­da 2010“ gehen die „Refor­men“ nur zu Las­ten der arbei­ten­den Men­schen und der Armen. Die Wie­der­in­kraft­set­zung der im Grund­ge­setz vor­ge­schrie­be­nen Ver­mö­gen­steu­er ist hin­ge­gen nicht vorgesehen.

Die Kri­sen des kapi­ta­lis­ti­schen Welt­sys­tems füh­ren zu ver­schärf­ten glo­ba­len Kon­flik­ten um Roh­stof­fe, Märk­te und geo­po­li­ti­schen Ein­fluss. Die herr­schen­de Poli­tik wird immer mehr von liber­tä­ren und auto­ri­tä­ren Posi­tio­nen geprägt. Die­se sehen kei­nen Spiel­raum mehr für Kli­ma­schutz, Sozi­al­staat, Grund- und Men­schen­rech­te oder Arbeits­ge­set­ze im Inter­es­se der Beschäf­tig­ten vor.

Den von Putin begon­ne­nen Ukrai­ne-Krieg nutzt die Regie­rung als Vor­wand, um durch den Aus­bau der Bun­des­wehr zur größ­ten euro­päi­schen Armee, neu­es deut­sches Groß­macht­stre­ben zu recht­fer­ti­gen. Die von Pis­to­ri­us gefor­der­te „Kriegs­tüch­tig­keit“ dient nicht dem Frie­den, son­dern erhöht die Kriegs­ge­fahr. Mit die­ser Poli­tik wer­den Natio­na­lis­mus, Mili­ta­ri­sie­rung sowie Auf­rüs­tung begrün­det, der anhal­ten­de Rechts­ruck ver­stärkt und – ange­sichts „lee­rer Kas­sen“ – der Sozi­al­ab­bau gerechtfertigt.

Gene­ral­streik gegen Generalangriff
Gegen die­sen Gene­ral­an­griff hilft nur die Gegen­wehr in den Betrie­ben und auf der Stra­ße, bis hin zum Generalstreik. 
Die Gewerk­schaf­ten sind bei Stra­fe ihres wei­te­ren Nie­der­gangs dazu ver­pflich­tet, sich den Ver­zichts­for­de­run­gen des Kapi­tals kon­se­quent ent­ge­gen­zu­stel­len. Ihre Auf­ga­be ist es, end­lich den Wider­stand gegen die­se Angrif­fe zu orga­ni­sie­ren. Es gibt kei­ne Alter­na­ti­ve zum gemein­sa­men gewerk­schaft­li­chen Kampf − für spür­ba­re Erhö­hun­gen der Löh­ne, der Grund­si­che­rung, der Ren­ten, für Preis­de­ckel bei Mie­ten, Lebens­mit­tel und Ener­gie­ver­sor­gung sowie für ein dem Gemein­wohl ver­pflich­te­tes Pfle­ge- und Gesundheitssystem.

Wann, wenn nicht jetzt, ist es an der Zeit, das Recht auf Wider­stand nach Arti­kel 20 (4) Grund­ge­setz wahrzunehmen?
War­ten wir also nicht wei­ter ab, son­dern wer­den wir selbst aktiv. Über­all wo wir leben, ler­nen und arbei­ten kön­nen wir über die Agen­da-Poli­tik auf­klä­ren und nicht nur Pro­test, son­dern auch Gegen­wehr organisieren.

Wir kön­nen uns bes­ser ver­net­zen und soli­da­risch unse­ren gemein­sa­men Wider­stand auf die Stra­ße und in die Arbeits­welt tra­gen. Alle müs­sen jetzt zusam­men­ste­hen: gewerk­schaft­lich Orga­ni­sier­te und Unor­ga­ni­sier­te, abhän­gig Beschäf­tig­te und Leis­tungs­be­zie­hen­de, Frie­dens- und Umweltaktivist:innen. Die Ein­heit im Kampf und die Stär­kung unse­rer Gegen­macht ist der Schlüs­sel zur erfolg­rei­chen Abwehr des Gene­ral­an­griffs von Regie­rung und Kapital.

Mil­lio­nen sind stär­ker als Milliardäre!
Unser Leben ist mehr wert als ihre Profite!


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